Ringwald sorgt für bestes deutsches Ergebnis in Dresden

Der City-Sprint vor der historischen Kulisse Dresdens endet für die deutschen Skilangläufer wie erwartet ohne die große Überraschung. Auf Podestplätze bestand keine Chance. Beste war Sandra Ringwald Einzel-Sprint. Für die Männer gibt es nichts zu holen.

Dresden (dpa) - Die deutschen Skilangläufer haben zum Abschluss des Heim-Weltcups in Dresden erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen können. Am Sonntag liefen Laura Gimmler und Elisabeth Schicho im Team-Sprint als beste Deutsche auf Rang sieben. Sie lagen nach 6 x 1,6 Kilometer 15,68 Sekunden hinter den siegreichen Schwedinnen Stina Nilsson und Maja Dahlqvist. Sie setzten sich mit 1,11 Sekunden vor ihren Teamkolleginnen Ida Ingemarsdotter/Jonna Sundling und Mari Eide/Maiken Caspersen Falla aus Norwegen durch.

«Wir waren nicht weit weg von den Großen», sagte Gimmler im ZDF. Und auch Schicho war zufrieden: «Wir haben gekämpft und uns so gut wie möglich verkauft.»

Die deutlich stärker eingeschätzten Victoria Carl und Sandra Ringwald schieden in ihrem Halbfinale in aussichtsreicher Position als Sechste aus, nachdem Ringwald kurz vor dem Ziel gestürzt war. «Ich bin an einem Ski hängen geblieben und dann gestürzt. Das war ziemlich blöd», sagte Ringwald. Auch für Janosch Brugger und Thomas Bing (5.) sowie Max Olex/Sebastian Eisenlauer (10.) war im Semifinale Schluss. Den Sieg bei den Männern sicherten sich die Norweger Erik Valnes und Sindre Björnstad Skar mit 0,75 Sekunden Vorsprung vor ihren Mannschaftskollegen Paal Goldberg/Eirik Brandsdal sowie Russland I mit Artem Maltzew und Gleb Retiwich.

Ringwald hatte dafür am Samstag im Sprint mit Rang sieben für das beste deutsche Damen-Ergebnis der Saison gesorgt. Die 28-Jährige aus Schonach verpasste nur knapp das Finale, bestätigte aber die WM-Norm. Zudem hatten die deutschen Damen in den Sprints erstmals in dieser Saison die Qualifikation mit sieben Läuferinnen überstanden.

Eisenlauer und Brugger waren im Sprint-Viertelfinale ausgeschieden. Eisenlauer wurde in der Endabrechnung 16., Brugger 27. Die Sprint-Siege gingen an Olympiasiegerin Nilsson und den Norweger Skar.

Der frühere Bundestrainer Jochen Behle mahnte derweil Geduld auf dem Weg zurück in die Weltspitze an. «Es wird gerade am Gesamtkonzept gearbeitet. Man muss den verantwortlichen Leuten wie Bundestrainer Peter Schlickenrieder auch die Zeit geben», sagte der 58-Jährige in einem Interview der «Sächsische Zeitung» (Samstag).

Im Moment befänden sich die deutschen Langläufer «weit weg von der Weltspitze», betonte Behle, Sportdirektor beim Westdeutschen Ski-Verband. Behle bemängelte, dass sich unter seinem Nachfolger Frank Ullrich jeder Trainer so habe verwirklichen können, wie er gewollt habe. «Da bekommt man keine Einheit», meinte Behle, der von 2002 bis 2012 die erfolgreichste Zeit im deutschen Langlauf als Bundestrainer verantwortet hatte. Der neue Bundestrainer Peter Schlickenrieder versuche das nun wieder in den Griff zu bekommen, sagte Behle. «Aber das geht nicht von heute auf morgen.»

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3Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Freigeist14
    13.01.2019

    Wegen der unsicheren Schneeverhältnisse und unzureichenden Topographie im Erzgebirge ist dieser City-Sprint in Dresden nur vernünftig . Nur Spielverderber verweisen auf eine George-Bär -Kirche als Silhouette auch in erzgebirgischen Orten .

  • 1
    2
    Blackadder
    13.01.2019

    Die haben im Stadtrat zusammen mit der Linkspartei dagegen votiert, den Skiweltcup in Dresden durchzuführen.

    https://www.neustadt-ticker.de/66340/aktuell/stadtrat-entscheidet-sich-pro-ski-weltcup

  • 3
    3
    BlackSheep
    13.01.2019

    Mal völlig unabhängig vom sportlichen Teil, auf der einen Seite kämpfen die Grünen gegen Wattestäbchen und Trinkhalme, wo sind Sie bei diesem ökoligischen Unfug?



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