Ross nach Häfner: Wechsel an Spitze des Oberlandesgerichts

Dresden (dpa/sn) - Das Oberlandesgericht (OLG) Dresden bekommt einen neuen Präsidenten. Dem Münchner Gilbert Häfner folgt ab 15. März der gebürtige Kölner Leon Ross. Justizministerin Katja Meier (Grüne) verabschiedete Häfner am Mittwoch als «eine herausragende Persönlichkeit der sächsischen Justiz» in den Ruhestand. Laut Mitteilung übergab sie zugleich Ross, der seit 2009 die Personal- und Haushaltsabteilung im Ministerium leitet, die Ernennungsurkunde.

Häfner habe «mit seiner einnehmenden Persönlichkeit und seiner fachlichen Brillanz» die Justiz über Jahre geprägt, ihr ein Gesicht gegeben und einer breiten Öffentlichkeit rechtliche Themen näher gebracht, sagte Meier. «Dies war und ist ein wichtiger Dienst für den Rechtsstaat.»

Der Bayer war 1992 als sogenannter Aufbauhelfer nach Sachsen gekommen. Erst arbeitete er im Justizministerium, danach als Richter am OLG. Nach drei weiteren Ministeriumsjahren war er Präsident des Landgerichts Dresden und ab 2017 OLG-Präsident mit Verantwortung auch für die 25 Amts- und fünf Landgerichte im Freistaat - und insgesamt 3500 Mitarbeiter und 760 Richter.

Meier lobte Häfners Nachfolger als «exzellenten Juristen» und «starke Führungspersönlichkeit». Ross (Jahrgang 1968) habe «die Tatkraft, das Können und das Geschick», um die anstehenden Aufgaben in der Justiz zum Erfolg zu führen: die Einführung der elektronischen Akte, die Digitalisierung sowie den anstehenden Generationenwechsel in den Gerichten.

Ross begann 1996 in Sachsens Justizministerium, war dann bei der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht Dresden sowie am OLG tätig und Ministeriumssprecher. Seit 2007 ist er wieder im Ministerium - erst als Referats- und seit 2012 als Abteilungsleiter.

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