Rund um die Uhr: Krematorium in Meißen hoch belastet

Meißen (dpa/sn) - Das Krematorium in Meißen ist an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. «Wir äschern die Toten rund um die Uhr ein, auch am Wochenende, um lange Staus zu vermeiden», sagte der Leiter des Krematoriums, Jörg Schaldach, am Freitag. Alleine im Dezember habe es mit 1375 Einäscherungen etwa doppelt so viele gegeben wie sonst.

Das Krematorium in Meißen bekommt nach Angaben Schaldachs Tote aus dem gesamten Freistaat. «Aufgrund der erhöhten Anzahl dauert die Einäscherung etwa einen Tag länger als üblich.» Zu schaffen sei die zusätzliche Arbeit nur mit motivierten Mitarbeitern, sagte Schaldach. «Es kriechen hier alle auf dem Zahnfleisch, es ziehen aber auch alle mit.»

Der Landkreis Meißen ist gemessen an den Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen der bundesweite Hotspot. Der Inzidenzwert lag am Freitag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 541,1. Deutschlandweit liegt er bei 137. Die Daten sind derzeit aber noch schwierig zu interpretieren, weil es über den Jahreswechsel Verzögerungen gegeben hat. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind.

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