Sachsen erweitert Hilfe für Pendler aus Tschechien und Polen

Die Zuschüsse gelten ab sofort für alle Arbeitskräfte in systemrelevanten Berufen.

Dresden.

Sachsen erweitert seine Unterbringungszuschüsse für Pendler aus Tschechien und Polen auf zusätzliche Branchen. Eine entsprechende Richtlinie hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Mit den finanziellen Anreizen reagiert der Freistaat auf die Schließung der Grenzen. Wichtige Arbeitskräfte sollen damit im Land gehalten werden.

Die Pauschale von 40 Euro pro Nacht, die bislang ausschließlich Beschäftigte in medizinischen Berufe und Pflegekräfte beziehen konnten, gelte ab sofort auch "für Beschäftigte in Einrichtungen und Betrieben, die der Sicherstellung der öffentlichen Ordnung sowie der öffentlichen Infrastruktur oder der Versorgung der Bevölkerung dienen". Dazu gehören die Landwirtschaft, der Lebensmittelhandel sowie die Logistik zur Sicherstellung des täglichen Bedarfs. Enge Familienangehörige, wie Ehepartner und Kinder, werden mit 20 Euro pro Übernachtung unterstützt. Arbeitgeber können ihren Bedarf direkt bei der Landesdirektion Sachsen anmelden.

"Wir reagieren damit auf die starke Nachfrage aus den Bereichen, die in der momentanen Situation für unser Land von elementarer Bedeutung sind", begründet Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) die Entscheidung. "Nicht nur im gesundheitlichen Bereich, auch im Lebensmittelhandel, beim Warentransport und in der Landwirtschaft brauchen wir die tschechischen und polnischen Kolleginnen und Kollegen dringend." (samü)


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2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    2
    harzruessler1911
    08.04.2020

    Der Kommentar @vonVorn klingt zwar platt, aber unrecht hat er nicht.

    Ich gehe jetzt mal nur von den 40 € Unterstützung aus und ganz einfach von 20 Arbeitstagen sind 800 € im Monat.

    Ich weiß jetzt nicht wieviel Sachsen genau durch Corona arbeitslos sind und noch werden, aber:

    zitiere""""gelte ab sofort auch "für Beschäftigte in Einrichtungen und Betrieben, die der Sicherstellung der öffentlichen Ordnung sowie der öffentlichen Infrastruktur oder der Versorgung der Bevölkerung dienen". Dazu gehören die Landwirtschaft, der Lebensmittelhandel sowie die Logistik zur Sicherstellung des täglichen Bedarfs."""""

    Würden sich bei 800 € brutto mehr nicht so einige Sachsen finden, welche in den oben genannten Sparten arbeiten würden? Besonders wenn man davon ausgeht, dass es sich um Arbeiten handelt, welche Anlernjobs sind.

    Man könnte doch eine Variante, welche zu definieren wäre, zumindest parallel dazu anbieten.

  • 5
    11
    vonVorn
    07.04.2020

    Hast bloss Pech wenn du Sachse in Sachsen bist. Ich frage mich schon irgendwie diese Arbeitskräft werden wohl in ihrem Land nicht gebraucht, oder ist das Sachsen gleich?