Sachsen halten sich an Corona-Verbote

Auch wenn das sonnige Wetter zu Ausflügen einlädt, hat die Polizei bisher kaum Verstöße gegen die Corona-Regeln registriert. Unternehmen und Partnerstädte schicken dringend benötige Schutzausrüstung.

Dresden (dpa/an) - Bei sonnigem Frühlingswetter haben sich die Menschen in Sachsen auch am Karsamstag an die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gehalten. «Wir haben keine größeren Verstöße festgestellt», sagte ein Sprecher des Lagezentrums des Innenministeriums. Es sei erfreulich, dass ein Großteil der Bevölkerung die Regelungen und Beschränkungen verinnerlicht habe und sich daran halte. Auch in den nächsten Tagen kontrolliere die Polizei verstärkt in Parks sowie auf Straßen und Plätzen.

Die Dresdner Polizei meldete ebenfalls kaum Verstöße. Vom frühen Samstagmorgen bis zum Nachmittag habe es nicht einmal zehn Fälle gegeben, so ein Sprecher. Meist handele es sich um kleinere Gruppen, die von der Polizei angesprochen werden und sich dann rasch auflösten. Vor Ostersonntag seien vor allem die Parkplätze der Supermärkte voll gewesen - allerdings sei es meist gesittet und mit dem nötigen Abstand zugegangen, so der Sprecher.

Mit 107 Fällen binnen eines Tages ist die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen etwas langsamer als zuletzt gestiegen. Am Samstag (12.30 Uhr) lag die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 3708. Die Zahl der Toten stieg um 3 auf 67.

Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch den Krisenstab des Landratsamtes in Bautzen getroffen. Ein Stabsmitglied wurde positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet. Mehrere Beschäftigte des Landratsamtes wurden unter Quarantäne gestellt, darunter auch Vize-Landrat Udo Witschas.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, ist Sachsen auch auf die entsprechende Ausrüstung angewiesen - die wird allerdings mancherorts knapp. Mehr als 20 000 Gesichtsmasken, Handschuhe und medizinische Schutzkleidung hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) deshalb am Samstag in Empfang genommen. Dabei handelte es sich um eine kostenlose Hilfslieferung eines Technologieunternehmens RIB, das auch einen Sitz in Leipzig unterhält. «Das ist eine starke Botschaft der Solidarität und der Menschlichkeit in einer schwierigen Zeit», sagte der Regierungschef. Weitere Lieferungen sollen folgen.

Auch der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) erwartet ein Hilfspaket aus der chinesischen Partnerstadt Hangzhou mit rund 10 000 Atemschutzmasken. Ein Teil sei bereits angekommen, ein anderer Teil der Lieferung werde noch erwartet, hieß es. Wegen der Osterfeiertage und des hohen Paketaufkommens habe sich die für Samstag erwartete Lieferung allerdings verzögert. Die Schutzmasken mit dem Standard FFP2 sollen an Dresdner Einrichtungen verteilt werden.

Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    Interessierte
    13.04.2020

    So sind sie eben , die Sachsen , mit denen kann man rechnen …
    Wie sieht es denn in den anderen Bundesländern aus ?
    Und diejenigen , die den Virus aus "Ischdl" und vom Karneval aus Köln mit nach Sachsen gebracht haben , aus welchen Geburtsorten kommen die denn ?