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Das Heinz-Steyer-Stadion in Dresden ist eine der modernsten Sportstätten in Sachsen (Archivbild).
Das Heinz-Steyer-Stadion in Dresden ist eine der modernsten Sportstätten in Sachsen (Archivbild). Bild: Robert Michael/dpa
Sachsen
Sachsen startet Sportoffensive - mehr Geld für Trainer

Sachsen bringt sich erneut für Wettkämpfe der Olympischen Spiele in Stellung. Vom Sondervermögen des Bundes sollen auch Sportstätten im Freistaat profitieren.

Dresden.

Sachsens Regierung bekennt sich gleichermaßen zum Breiten- und Spitzensport und will Wettkämpfe der Olympischen Spiele in den Freistaat holen. Nachdem Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu einem "Sportgipfel" ins Dresdner Heinz-Steyer-Stadion geladen hatte, zeigten sich die Teilnehmer im Anschluss zuversichtlich. "Es ist selbstverständlich, dass der Sport auch von Geldern aus dem Sondervermögen und der 'Sportmilliarde' des Bundes profitieren wird", betonte Kretschmer. 

Bei erfolgreicher Olympia-Bewerbung auch Wettkämpfe in Sachsen 

Kretschmer zufolge hat Sachsen in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, ein hervorragender Gastgeber von Sportgroßveranstaltungen zu sein. "Auch vor diesem Hintergrund unterstützt die Staatsregierung eine deutsche Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele im Sommer. Die Konzepte, die Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen eingereicht haben, sehen vor, dass auch in Sachsen Wettkämpfe stattfinden. Es wäre fantastisch, wenn wir olympischen Sport bei uns zu Hause haben." 

Akademische Trainerausbildung in Leipzig 

Der für Sport zuständige Innenminister Armin Schuster (CDU) erinnerte an die Neugründung der akademischen Trainerausbildung an der Universität Leipzig. "Mit dieser Wiederbelebung des ehemals sehr erfolgreichen DHfK-Studiums werden wir die sächsische, aber auch die deutsche Trainerlandschaft entscheidend und nachhaltig stärken und damit unsere jungen Talente mit Expertise und Leidenschaft fördern." Die Deutsche Hochschule für Körperkultur war zu DDR-Zeiten eine anerkannte Ausbildungsstätte für Trainer. 

Es gehe darum, das Niveau der Trainervergütung in Sachsen auf ein Niveau zu heben, dass es nicht mehr zur Abwanderung von Trainern kommt, sagte Schuster. Wenn man ihre Abwanderung in andere Bundesländer verhindern wolle, brauche man 4,2 Millionen Euro mehr. 1,5 Millionen Euro habe er bei den Verhandlungen zum letzten Doppelhaushalt aus seinem Etat schon "herausgeschwitzt": 2,7 Millionen Euro würden fehlen, das sei der Anspruch für die nächste Haushaltsrunde. 

"Wenn die ersten 52 Absolventen die Universität verlassen, dann haben wir deutschlandweit ein Signal gesetzt für eine Geschichte, die in der DDR einmal hocherfolgreich war", sagte Schuster. Leipzig biete die einzige akademische Trainerausbildung in Deutschland. Für die Sportszene werde das ein unglaublicher Effekt sein. 

Ab 2026 soll die Spitzensportförderung durch den Bund um 100 Millionen Euro steigen. Nach Angaben der Sächsischen Staatskanzlei geht Sachsen mit gutem Beispiel voran: Der Zuwendungsvertrag für den Landessportbund überschreite im kommenden Jahr erstmals die Marke von 30 Millionen Euro. Für die Trainervergütung habe man bereits 1,5 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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