Sachsen wählt mit Wohnsitzauflage kleinste Lösung

Dresden (dpa/sn) - Sachsen hat mit seiner Wohnsitzauflage für anerkannte Asylbewerber laut einer Studie die in puncto Integration kleinste Lösung gewählt. Einziges Kriterium bei der landesinternen Verteilung der Flüchtlinge sei die Einwohnerzahl, sagte Nona Renner vom MIDEM-Projekt der Technischen Universität Dresden am Donnerstag. Anlass war die Vorstellung der Studie zur Wohnsitzauflage in Deutschland.

Es würden keine Kriterien berücksichtigt, anhand derer sich die Integrationspotenziale der Kommunen nachzeichnen ließen, stellte Renner fest. Besser sei aber ein Schlüssel, der eben dies tue. Der Freistaat hatte die Landkreise per Erlass ermächtigt, ab kommendem Monat Wohnsitzauflagen für anerkannte Flüchtlinge auszusprechen und sie für bis zu drei Jahre zum Verbleib in der ihnen zugewiesenen Gemeinde zu verpflichten.

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