Sachsen will Lehrer für Förderschulen fit machen

Dresden (dpa/sn) - Mit Weiterbildungen will das Land Sachsen Lehrer für Förderschulen und die Inklusion an Regelschulen stärken. Die Absolventen des Sonderpädagogik-Studiums in Leipzig allein könnten den regionalen Bedarf nicht abdecken, teilte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Donnerstag mit.

Künftig solle es an den mehr als 60 Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen in Sachsen auch mindestens eine Assistenzkraft geben. Hintergrund sei, dass in den Schulen zunehmend Schüler mit komplexen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten unterrichtet werden, so Piwarz.

Um neben den Förderschulen auch die Inklusion an Regelschulen zu unterstützen, sollen 63 Kooperationsverbünde eingerichtet werden. Die ersten zehn sollen ihre Arbeit bis Ende des Jahres aufnehmen, so das Ministerium. Partner sollen Schulen, Träger der Jugend- und Sozialhilfe sowie der Schülerbeförderung sein. Durch die Zusammenarbeit soll die Bildungslaufbahn von Schülern mit Förderbedarf unkomplizierter werden.

155 Förderschulen gab es im vergangenen Schuljahr im Freistaat. Etwa 19 000 Schüler mit Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf wurden dort unterrichtet, so das Ministerium. Weitere 10 000 Schüler mit Förderbedarf besuchten Regelschulen und wurden dort inklusiv betreut.

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