Sachsen will Lehrer und Erzieher früher impfen lassen

Dresden (dpa/sn) - Sachsen will sich beim Bund dafür einsetzen, dass Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes schneller als geplant mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden. «Mit diesem Wirkstoff können hervorragend schwere Covid-Erkrankungen verhindert werden. Dennoch stellen wir fest, dass es derzeit noch freie Impftermine für Astrazeneca gibt», teilte das Sozialministerium in Dresden am Mittwoch auf Anfrage mit: «Aus unserer Sicht darf es nicht sein, dass Impfstoff vorhanden ist, aber nicht verimpft wird.»

Das Vektor-basierte Astrazeneca-Mittel ist in der EU ein wichtiger Baustein in der Impfstrategie, da es vergleichsweise günstig ist und weniger hohe Anforderungen an Transport und Lagerung stellt als die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Für den Weg hin zum Impfen in Arztpraxen ist das entscheidend. Es geht um Millionen Dosen, die bald in Deutschland zum Einsatz kommen sollen. Allerdings gibt es eine Debatte um die Wirksamkeit des Präparats. In mehreren Bundesländern wurden Impftermine deswegen abgesagt.

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55 Kommentare
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  • 4
    6
    mops0106
    17.02.2021

    Bei Biontech und Astrazeneca habe ich mir die Daten auf der Internetseite der EMA angeschaut. Laut der Produktinformationen wurden keine Studien zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und Impfstoffen durchgeführt.

    (Bei Moderna etc. wird es vermutlich ähnlich sein; habe ich aber noch nicht herausgesucht.)

  • 7
    2
    Pixelghost
    17.02.2021

    @andreas, bin 64, Krebspatient, 2 Stomata, Niereninsuffizienz, Thromboserisiko, durchgemachte schwere Lungenentzündung. Meine Frau Ü55 arbeitet in einer Kita.
    Außer 3 Wochen HomeOffice, Urlaub und Dienst ohne Kinderkontakt von Weihnachten bis vergangenen Montag reiten wir seit Montag wieder auf der Rasierklinge.
    Wir sind beide in Pool 3.

    Also Sie sind nicht der einzige!

  • 5
    0
    richtmark
    17.02.2021

    @andreas59
    Auch in der Priogruppe 1 gibt es ausreichend Menschen U65, sie gehören nun mal nicht in diese Gruppe.

  • 6
    9
    mops0106
    17.02.2021

    https://reitschuster.de/post/nichtigkeitsklage-gegen-die-zulassung-des-biontech-impfstoffs/

    "Gestern reichte die Bozner Rechtsanwältin Renate Holzeisen eine Nichtigkeitsklage laut Art. 263 AEUV gegen den Durchführungsbeschluss der EU-Kommission hinsichtlich der zentralisierten Zulassung des Impfstoffs „Comirnaty“ (mRNA-Impfstoff von BioNTech) samt Antrag auf ein beschleunigtes Verfahren beim Europäischen Gericht ein. Dem Verfahren wurde heute Vormittag die Nummer T-96/21 von der Kanzlei des Europäischen Gerichts zugewiesen."
    ------
    Die Zulassung durch die EMA erfolgte ja erstmal nur bedingt, also für ein Jahr.

    Den endgültigen klinischen Studienbericht zu Wirksamkeit und Sicherheit muss die Firma erst Dezember 2023!!! vorlegen. Und selbst dann sind ja noch keine grundlegenden Aussagen zu Langzeitwirkungen und -nebenwirkungen möglich.

  • 13
    4
    andreas59
    17.02.2021

    Also ich bin 61,habe Diabetes Typ 2...ein Impftermin ist an der Hotline tel. NICHT zu bekommen, Internet Anmeldung NICHT möglich da derzeit keine Termine für unter 80 jährige vergeben werden....der Astrazeneca wird aber nur bis 65jährige verimpft... also wie denn nun? Gibt es die im Artikel noch freie Termine weil sie nicht vergeben werden oder wie oder was?Weiß die linke Hand was die rechte tut? ?