Sachsens Gesichter der Krise

Vier Regierungsmitglieder prägen derzeit die öffentliche Debatte über die Coronamaßnahmen. Nicht immer haben sie in den vergangenen Tagen eine gute Figur gemacht.

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Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

20Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    cn3boj00
    02.04.2020

    Ich glaube, manche haben das Problem sogenannter Pandemien nicht richtig verinnerlicht. Und ich glaube, wenn manche Schreiber hier beispielsweise gerade eine Krebserkrankung hätten, eine Chemo machen würden (Immunsystem ausgeschaltet), würden sie anders denken. Und wenn sie dann noch eine Infektion bekämen, und gar daran sterben würden, würde es ihnen nicht helfen, wenn man hinterher in der Statistik lesen würde: schwere Vorerkrankung. Das gilt insbesondere dann, wenn die Überlebenschance ohne Corona gegeben gewesen wäre. Sicher kein massentaugliches Beispiel, aber eines über das man nachdenken dürfte. Gestern noch habe ich von 20000 Erkrankten und 600 Toten geschrieben, heute sind es 75000 und 800. Wieviele sind es nächste Woche? Trotz aller Maßnahmen? Wieviele wären es ohne Maßnahmen? Und was wären die Auswirkungen auf unsere Nachbarländer?
    Ja die Wirtschaft ist wichtig. Aber die hat schlimmeres überstanden, Kriege zum beispiel. Und Geld ist genug da, bei den Superreichen etwa.
    Und richtig, der Feldversuch fand in China statt, und ist fast abgeschlossen. Wie lief der doch gleich? Man hat sämtliche Betriebe geschlossen, die Produktion auf das lebenswichtige Minimum gedrosselt. Und es gab eine Mundschutzpflicht für jeden, der seine Wohnung verlassen hat. Nach nicht einmal 3 Monaten produziert man wieder, die Zahl der Neuinfektionen geht gegen Null. (Dummerweise hat man zu früh einige Einreisen erlaubt, das könnte sich als Fehler erweisen).
    Genau diese Dinge, wegen derer hier gejammert wird, haben dort ziemlich rasch geholfen, während hier über Demokratie, Freiheit, und die unterbrochene Wachstumsspirale diskutiert wird. Weiter so.

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    saxon1965
    02.04.2020

    @ralf66: Vielleicht verblüffe ich sie jetzt, aber den dritten Absatz unterschreibe ich ihnen größtenteils. Leider schätzen sie mich falsch ein bei diesem Thema, sicher konnte man mich so verstehen.
    Dennoch ist unsere Wirtschaft, leider systembedingt, ein absolut wichtiger Faktor.
    Ein Faktor bei der Ausstattung mit finanziellen Mitteln in privaten, wie in gesellschaftlichen Bereichen. Glauben sie mir bitte, ein Gesellschaftssystem, bei dem der größte Götze NICHT das Geld ist, wäre auch mir lieber. Vielleicht erleben wir dies ja noch. Die jetzigen Maßnahmen stürzen Normalbürger in den finanziellen Ruin, gerade die mit Ostlohn und 60 Prozent Kurzarbeitergeld oder Alleinerziehende. Ich glaube nicht daran, dass die "staatlichen" Mittel langfristig das verhindern können. Konzerne werden pleite gehen und die Arbeiter/innen sind die gelackmeierten, weder Politiker noch Vorstände.

    Natürlich wird die Wirtschaftskraft alljährlich durch Krankheitsstände beeinflusst. Aber einen solchen massiven Eingriff? Wann hatten wir diesen einmal? Im Osten für manche zur Wende. Dieser wird uns noch sehr lange beschäftigen, denn der Corona-Virus wird noch für ganz viele Begründungen herhalten müssen, vielleicht sogar für einen weltweiten Schuldenschnitt mit all seinen Folgen für Jeden von uns.

    Grundlegend sind wir jedoch deshalb unterschiedlicher Meinung, weil ich nicht an einen Killervirus glaube. Mit geeigneten Maßnahmen ließe sich die Sterblichkeit auch beim Corona-Virus positiv beeinflussen. Von offizieller Seite wird von einer Mortalität von 5 Prozent, wenn man nichts unternimmt und noch mal 5 Prozent schweren Verläufen ausgegangen.
    Deshalb ist es sicher gut, wenn man versucht diese Fälle zu vermeiden und die zeitliche Abfolge zu strecken. Ich komme jedoch stets zu den selben Fragen:
    Warum hat sich unser Gesundheitswesen/Ministerium nicht mit den einfachsten Mitteln darauf vorbereitet. Der Feldversuch in China lief seit Ende 2019/Anfang 2020. Warum schützt man bis heute nicht konsequent die besonders Gefährdeten? Warum beraubt man sich der größten finanziellen Einnahmequelle, der Wirtschaft? Wie soll die Herdenimmunität eintreten bzw. wie lange soll es dauern, bis diese eintritt bei diesen Maßnahmen?
    Überall dort, wo die Mortalität höher liegt, gibt es noch andere Faktoren, die darauf Einfluss nehmen. Und schon sind wir bei der gewollten Verzerrung der Zahlen.

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    UK13
    02.04.2020

    @saxon1965.Vielen Dank,im Gegensatz zu "cn3boj00" verstehen Sie was ich meine.Ihr letzter Satz trifft den Nagel auf den Kopf.Nun staunen Moderatoren in ARD und ZDF (Will,Lanz) über Meinungen von Experten wie Prof.Streeck, die glücklicherweise neuerdings im TV zu Wort kommen(ich hatte es gehofft),das Kritik am RKI und den Maßnahmen der Regierung laut werden.Endlich wird eine Studie über Infektionswege erstellt welche längst durch das RKI hätte erfolgen sollen.Bisher kann schon festgestellt werden das man sich eben nicht im Supermarkt,beim Friseur oder im Restaurant ansteckt.Das auf Flächen das Virus eben nicht unmittelbar infektiös ist,lediglich nachweisbar als RNA.Und ja,man darf auch die Anzahl von Influenzatoten in Frage stellen die ursächlich am Grippevirus gestorben sind im Vergleich zu Grippetoten mit Vorerkrankungen.Die Wissenschaft muss belastbare Fakten liefern ohne Interpretationsspielraum mit klaren Definitionen.Am Ende ist ein 105 jähriger Coronainfizierter völlig unerwartet verstorben,das Alter als Todesursache kann ausgeschlossen werden.....

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    ralf66
    02.04.2020

    @saxon1965, woher wissen denn Sie, wenn sich das Virus unkontrolliert ausbreiten kann ohne jegliche Gegenmaßnahmen, wie weit dann die Wirtschaft geschwächt wird, wenn massenweise Menschen durch Krankheit ausfallen oder sterben? Es sind doch sowieso jetzt erst einmal nur Versuche die Sache einzudämmen, keiner weiß wie sich die Sache nach Lockerung der einschränkenden Maßnahmen entwickeln wird und Sie wissen auch nicht ob Ihre Ansichten zu mehr Erfolg führen.
    Jetzt einmal was zur Wirtschaft, wenn bei Ihnen in erster Linie die Sorge um die Wirtschaft und das horten von Geld vor Gesundheit und Menschenleben geht, dann sind sie ein armer Mensch.
    Die Wirtschaft ist wichtig keine Frage, die kommt schon wieder auf die Beine. Wenn die Wirtschaft satte Gewinne macht, wenn's brummt dann ist alles in Butter, dann hört man von denen keinen Ton oder die lamentieren trotzdem weiter weil's ja wahrscheinlich bei vielen nie reicht, es muss ja immer wachsen, wachsen, wachsen ohne Grenzen. Wenn ich Hoteliers lamentieren höre, die über Jahre volle Häuser mit satten Preisen hatten und keine Rücklagen haben mal einen Monat zu überbrücken, dass Personal ist ja über Kurzarbeit abgesichert, dann wird's mir schlecht, wenn die kein Geld haben, dann ist es Misswirtschaft gewesen. Leute wie der Jürgen Drews lamentieren sie bekommen nur 200 Euro Rente, der hat Millionen verdient und nichts in die Rentenkasse eingezahlt, nur verprasst was soll dieses Gewinsel. Ich glaube auch, viele gehen zu schnell in die Selbstständigkeit ohne vorher richtig abzuschätzen, ob das Ganze richtig rund läuft was sie da vor haben, die rechnen meist nicht mal ein, dass sie selber durch lange Krankheit ausfallen können, versichern sich nicht richtig und vieles mehr, dass Geschäft läuft dann meistens im Normalfall auch gerade so, dass Sie gerade so über die Runden kommen, die leben von der Hand in den Mund, dass hat nichts mit Wirtschaft zu tun.
    Es gäbe noch genug Beispiele, von Banken, Aktien und Geld will ich gar nicht erst anfangen.

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    saxon1965
    02.04.2020

    @ralf66
    @cn3boj00
    Prinzipiell sehe ich es wie UK13. Da sie mich jedoch auch danach gefragt haben:
    Die Mortalität kann nicht beziffert werden, weil es zu viele Unbekannte gibt. Was jedoch bewusst gemacht wird, aus welchen Gründen auch immer (meistens sind es finanzielle), es wird Panik geschürt. Selbst 250.000 Tote in den USA, wären "nur" 0,67 Prozent Sterblichkeit. Aber wie geschrieben, mit einer großen Unbekannten (alle Infizierte) kann man nicht rechnen.

    Zum Schutz der am meisten Gefährdeten und da hat wohl Jeder welche in seinem Umfeld:
    Mal ganz vereinfacht gesagt, ist es doch billiger, wirkungsvoller und einfacher eine hochwertige Maske einem Lungenkranken aufzusetzen, als die Wirtschaft lahm zu legen und sich damit auch noch wichtiger Ressourcen zu berauben.
    Oder anders gesagt, wenn sie eine Erkältung bekommen bleiben sie und nicht ihre Kollegen zu Hause!

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    ralf66
    01.04.2020

    @UK13, wenn ich Sie richtig verstehe, würden Sie nur die Menschen als CONVID-19 Tote zählen, die allein nachweislich an viraler Lungenentzündung sterben, dass heißt, nur die Menschen die an CONVID-19 erkranken und nur die, die keine Vorerkrankungen haben kerngesund und fit sind, aber durch Lungenentzündung an CONVID-19 sterben sind wirklich CONVID-19 Opfer?
    Diese Aussage wäre meiner Meinung nach nur zum kleinen Teil richtig, denn ohne dieser viralen Lungenentzündung durch CONVID-19, müssen Menschen egal mit welchen Vorerkrankungen in den meisten Fällen und zum großen Teil noch nicht sterben.
    Mit den Wissenschaftern und deren Aussagen ist es ja immer eine besondere Sache, die sind sich wie auch beim Klimawandel nie einig, wenn Sie meinen es müssten mehr unabhängige Wissenschaftler zu Corona gehört werden, nicht nur die staatlich bezahlten Wissenschaftler, dann mag das richtig sein, aber es müsste dann zu einheitlichen brauchbaren Ergebnissen führen, also das Für und Wider klar bewiesen werden, in dieser Sache wo es um Menschenleben geht, bringt doch ein Wissenschaftlerstreit oder wer daran verdient nichts, denn ich denke, an dieser Corona-Krise büßen am Ende mehr ein, als die, die daran verdienen?
    Sie heben immer wieder die Sterberate der Grippe hervor und nennen in diesem Zusammenhang Zahlen.
    Bei CONVID-19 wollen Sie in wirklich viral nur durch Lungenentzündung gestorbene einteilen, die anderen wie oben erklärt mit Vorerkrankungen ausschließen, denken Sie wirklich, dass 25.000 Menschen ausschließlich an der reinen Grippe gestorben sind oder ob da die Grippe auch durch Vorerkrankungen beigetragen hat, der ausschlaggebende Grund war, dass diese Menschen gestorben sind?
    Auch Ihr Ansinnen, nur alte und chronisch Kranke zu isolieren und die jungen gesunden und arbeitsfähigen Menschen fast ungeschützt der Corona-Krise auszusetzen, wo man nicht weiß, wohin das alles führt halte ich für falsch.

  • 6
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    cn3boj00
    01.04.2020

    @UK.., "genau diese Personen müssen geschützt werden..." - haben Sie einen Vorschlag wie? Das versucht man derzeit mit Ausgangsbeschränkungen, Abstandsregeln, und bald hoffentlich mit Masken. Aber Sie dürfen gern Ihre eigenen Vorschläge einbringen.
    Der Vergleich mit der Grippe ist doch faul.
    In dieser Saison gab es in Deutschland bisher 145000 Infizierte und 250 Todesfälle, eine Rate von 0,2%. Corona hat aktuell eine Verdoppelungsrate der erkannten Fälle von 4 Tagen, und bei 20000 Fällen schon über 600 Tote, international spricht man von etwa 5% Mortalität. Und geht es so weiter haben wir in 2 Wochen mehr Corona Fälle als Grippefälle im ganzen Winter. Ich kann verstehen wenn einzelne Wissenschaftler auch abweichende Meinungen haben, dass ist normal. Aber nur weil eine Meinung nicht mit der Mehrheit geht ist sie nicht wahrer.
    Übrigens hat die Schweiz inzwischen die zweithöchste Infektionsrate, nach Spanien und vor Italin. Hat man da vielleicht zu lange auf solche Einzelmeinungen gehört? Na ja, ist eben bloß Panikmache.

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    5
    UK13
    01.04.2020

    @ralf66:Zuerst würde ich schon mal fest definierte Begriffe verwenden.Nämlich die Unterschiede zwischen Infektion und Krankheit.In die Todesstatistik kommen ausschließlich die Fälle die an Covid 19 ursächlich gestorben sind,zBsp.wg.Viraler Pneumonie.Allein die Anwesenheit von Sars CoV2 zBsp.bei Tod durch Schlaganfall zählt nicht dazu.Ausserdem müssen mehr Experten gehört werden,nicht nur die welche im RKI oder der WHO am Sponsorentropf hängen.Es gilt Alte und chronisch Kranke zu schützen und nicht junge ,arbeitsfähige ,gesunde Menschen zu Hause einzusperren.Kinder gehören in die Schule.Und nochmal:Wo waren die Maßnahmen der Regierung in den vielen Jahren mit zigtausend Toten der Grippewellen?Wo die Maßnahmen zum Schutz vor Krankenhauskeimen an denen nachweislich jährlich 15000 Menschen in Deutschland sterben?Und so weiter...

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    ralf66
    01.04.2020

    @UK13
    @saxon1965

    ja was würden Sie in der Situation tun, wenn alle Maßnahmen, Zahlen, Aussagen für Sie unnötig, falsch oder fraglich sind?

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    7
    UK13
    01.04.2020

    @ralf66:Wenn man die Grippe mit Impfstoffen eindämmen könnte gäbe es eben nicht derart viele Tote.Und wenn die Angst vor der Influenza nur halb so groß wäre wie vor Corona würden sich mehr Menschen dagegen impfen lassen.Allerdings ging das Impfen letztes Jahr nach hinten los,der Mehrfachimpfstoff war ein Flop.Daher darf bezweifelt werden ob ein Impfstoff gegen Corona so funktioniert wie erhofft.Wie soll denn ein Infektionskette unterbrochen werden,auch das ging in Italien und Spanien schief.Ausgangssperre hin oder her.Wenn also das RKI bei der Influenza die Fallzahlen schätzt wie Sie sagen,warum sollten dann die jetzigen Corona Infektionszahlen stimmen?(s.meinen 1.Kommentar).Und was machen wir im nächsten Jahr bei einem „neuartigen Virus“?Falls jemand die Mortalität in Europa verfolgen möchte dem empfehle ich die Plattform euroMOMO ,offiziell und für jeden zugänglich.Sie werden staunen....

  • 5
    6
    ralf66
    01.04.2020

    Dieses unnötige Geschreibe, dieses neuartige Corona-Virus ständig mit der Grippe zu vergleichen, die Sterbezahlen der Grippe herzunehmen und zu beweisen, dass die Maßnahmen gegen Corona völlig übertrieben sind zeugt nicht gerade davon, dass sich die, die das hier schreiben mit dem Corona-Virus beschäftigt haben!
    Wenn man die Grippe betrachtet, hat sie in Deutschland durchaus auch schon hohe Sterbezahlen erreicht, ''wo kein Hahn danach kräht'', so wird immer geschrieben.
    Der Unterschied zu Corona ist, die Grippe kann eingedämmt werden durch Impfstoffe, sie ebbt im Frühjahr von ganz alleine ab, sie ist bedeutend weniger ansteckend, alles das trifft beim Corona-Virus nicht zu.
    Die Ausbreitung des Corona-Virus kann zur Zeit nur durch Unterbrechung der Infektionskette eingedämmt werden, also der zu nahe Kontakt untereinander muss unterbunden werden. Jetzt wird bei der Grippe immer von der hohen Sterblichkeit gesprochen, z. B. 25.000 Menschen sind in Deutschland in der Grippesaison 2017/2018 gestorben (eine Grippesaison geht von Anfang Oktober bis Mitte Mai = 7,5 Monate), dass sind die geschätzten Zahlen vom RKI, wirklich registrierte Zahlen bewegen sich weit darunter und zwar bei ca. 1650 Personen, wobei ca. 333.560 vom RKI registrierte Personen wirklich an Influenza erkrankt waren, man zählte aber rund 9 Millionen Arztbesuche wegen der Influenza, so müssten auch die geschätzte Zahl der wirklich Influenza-Infizierten in die Millionenhöhe gehen, wie hoch das geschätzt wurde, dazu finde ich auf die Schnelle nichts.
    Nimmt man einmal Spanien her, wo man seit Beginn der Corona-Krise vor ca. drei Wochen bis jetzt ca. 95.000 Infizierte hat und ca. 8150 Todesopfer zu beklagen hat, dass sind ca. 388 Personen am Tag, im Monat wären es bei dieser Sterblichkeit 11.642 Personen und in zwei Monaten schon 23.284. Gestern war die Sterblichkeit in Spanien pro Tag bei ca. 850 Personen, wenn das so schlimm bleibt, hat man im Monat allein 25.500 Tote zu beklagen, zum Vergleich zur Grippesaison 2017/2018 in Deutschland, die 7,5 Monate überspannt, 25.000 Tote. Diese Zahlen reichen hoffentlich aus, dass man das Corona-Virus nicht mit der Grippe/Influenza vergleichen sollte, auch dann nicht, wenn wir in Deutschland bis jetzt noch nicht und hoffentlich auch nicht, die Sterblichkeit wie in Spanien, Italien oder China haben.
    Wenn man gar nichts machen würde, man lässt es einfach laufen ohne irgendwelche Einschränkungen, dann würden sich die Zahl der Menschen die sich jeden Tag mit Corona infizieren würden noch stärker steigen wie bis jetzt und die Fallsterblichkeit würde sich auch rapide erhöhen. Einige schreiben hier man solle nur die Risikogruppen schützen die Alten und Kranken, die wären ja am stärksten gefährdet, die anderen könnten sich ruhig infizieren, na absolut, was soll der Quatsch, sterben können auch sonst körperlich gesunde Menschen.
    Klar es gibt Wissenschaftler, die sprechen auch davon, nichts weiter gegen die Ausbreitung des Corona-Virus zu unternehmen, es müssten sich viele Menschen schnell infizieren, nach überstandener Infizierung, sind viele Menschen schnell immun auf das Virus, dadurch wird das Virus auch besiegt. Ja wer weiß denn von diesen Wissenschaftlern, wie viele Menschen bei dieser Methode sterben und wie lange die Immunität überhaupt anhält?
    Einige hier wissen sicher, dass alle Maßnahmen zu Bekämpfung von Corona übertrieben sind, was Sie nicht wissen, dass am Ende zusammengerechnet wird, wir stehen derzeit noch am Beginn der Krise, fragen sollten sie sich selber, ob sie im privaten Leben auch so risikobereit sind einen sicheren Weg eher ablehnen und dem Leichtsinn freien Lauf lassen? In dem Zusammenhang noch einmal auf die Grippe zurückzukommen, da lassen sich mit mehr Vernunft wahrhaftig auch mehr Todesopfer vermeiden, wenn man gewisse Regeln einhalten würde, andere nicht anniest, krank weiter zur Arbeit geht und andere dann ansteckt, ja darauf achtet Sicherheitsabstände einzuhalten, die Hände regelmäßig wäscht, man kann auch regelmäßig impfen gehen.
    Mich würde sowieso brennend interessieren wie es weitergeht, wenn man denkt nun ist der Zeitpunkt gekommen, die landesweit bestehenden einschneidenden Einschränkungen zu lockern oder aufzuheben, was dann passiert, wenn noch kein Impfstoff und kein wirksames Medikament da ist?

  • 6
    4
    UK13
    01.04.2020

    @saxon1965:Richtig,allein das undifferenzierte Bezeichnen von "Fällen" ist bedenklich.Ständig spricht man von Neuinfektionen,das suggeriert die gleiche Anzahl an Erkrankten.Verstorbene werden auf Corona getestet,bei positivem Befund gehen diese in die Statistik der Coronatoten ein unabhängig von der wirklichen Todesursache.(Aussage des RKI in einer Pressekonferenz)Da das Virus sich unerkannt verbreitet weiß also niemand wie hoch die Zahl der Infizierten ist,egal wie viele Tests gemacht werden.Logischerweise erhöht sich mit Anzahl der Tests auch die Anzahl der erkannten Infektionen.Nur waren diese auch vor den Tests bereits da.Nun bedeutet infiziert nicht krank,auch hier sollte besser differenziert werden.Dazu kommt die Fehlerquote der Tests welcher im Übrigen auch andere Coronaviren zeigt.Ach ja,an welcher Krankheit würden die Menschen 2020 leiden hätte man keinen "Corona Test" ? An einer heftigen Erkältungswelle die vor allem Alten und Kranken schwer zusetzt.

  • 6
    5
    saxon1965
    01.04.2020

    @UK13: Es gibt leider Gottes zu Viele, die meinen, es darf nicht sein, was nicht sein darf!
    Es ist ja auch viel einfacher zu sagen: Ich vertraue den Institutionen ehe ich mir meine eigenen Gedanken machen und eine eigene Meinung bilden muss oder wo möglich mich auch noch vielseitig informiere sollte.
    Sie haben vollkommen Recht, den Einen wird alles geglaubt, während man Kritiker zu Verschwörern macht.
    Mangels Ehrlichkeit wird selbst im Nachhinein keine kritische Aufarbeitung erfolgen.

  • 4
    8
    saxon1965
    01.04.2020

    @cn3boj00: Nein, man sieht in Italien lediglich, dass da sehr viele Menschen sterben und zwar sterben sie in Krankenhäusern.
    Kurz und knapp: Tot : Getestete Infizierte = WAS? … eine Zahl, aber Tote : alle Infizierte und Genesene/Immunisierte = Sterblichkeit
    Unsere Politik, beeinflusst durch RKI und Herrn Drosten, rechnen mit einer Unbekannten und legen dafür das Land lahm?

  • 6
    7
    UK13
    01.04.2020

    @cn3boj00:Nun, Ihr Vergleich hinkt etwas.Ich habe in meiner Familie ebenfalls einen jungen Menschen mit heruntergefahrenem Immunsystem.Und ja,genau diese Personen und andere kranke Menschen müssen geschützt werden.Unbedingt und konsequent.Allerdings ist der politische Aktionismus nicht zielführend.Politiker zitieren gebetsmühlenartig immer die selben Experten,das RKI hat mittlerweile den Status einer unantastbaren Institution ähnlich einer Kirche.Die vielen Fehler und falschen Prognosen des RKI werden unter den Tisch gekehrt.Zurückrudern bei den Todeszahlen,am nächsten Tag von italienischen Verhältnissen sprechen schafft kein Vertrauen.Die Meinungen von vielen anderen Ärzten öffentlich zulassen wäre ein Schritt in die richtige Richtung.Und ganz ehrlich:Wer glaubt denn das nach der Ausgangsbeschränkung das Virus verschwunden ist? Wäre das so einfach hätte man doch die 25000 Toten in der Grippesaison 2017/2018 in Deutschland verhindern können,oder?

  • 11
    6
    cn3boj00
    31.03.2020

    UK, klar sterben bei Unfällen mehr Menschen (noch). Aber von solchen Äußerungen halte ich leider nicht viel. Das ist etwa so, als wenn man behauptet dass Menschen beim Kindergeburtstag mehr gefährdet sind als wenn sie den ganzen Tag Autoabgase einatmen. Man kann alles irgendwie so hinargumentieren dass es logisch scheint. Man kann sogar der Meinung sein, dass es doch gut ist wenn endlich die Menschheit etwas dezimiert wird. Ich für meinen Teil, selbst einer Risikogruppe angehörend, würde mir aber deutlich strengere Regeln wünschen. Die Harmlosigkeit sieht man in Italien.

  • 13
    4
    UK13
    31.03.2020

    Respekt! Ein Artikel mit derart kritischem Inhalt und deutlichen Worten habe ich selten in der Freien Presse gelesen.Wenn nun auch einmal die Stimmen kritischer Virologen und Mediziner wie z.Bsp.Professorin und Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Universität Zürich und Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin Karin Mölling (Bundesverdienstkreuz) oder Prof.Sucharit Bhakdi ,Facharzt für Infektionsepidemiologie in der FP zu Wort kommen würden,es täte der freien Meinungsbildung überaus gut....

  • 14
    3
    Tauchsieder
    31.03.2020

    Die Hilflosigkeit in den abgebildeten Gesichtern spricht Bände, sie agieren nicht, sie reagieren lediglich.
    Ansonsten "1005" von mir aus 10 grüne Daumen !!!

  • 13
    2
    ths1
    31.03.2020

    Also dass Günther und Meier in der Öffentlichkeit nicht stattfinden, finde ich nun wirklich nicht schlimm. Ansonsten kann ich 1005 nur zustimmen.

  • 31
    3
    1005
    31.03.2020

    Hallo Freie Presse,die Gesichter der Krise sind nicht Frau Köpping ,Herr Kretschmar,Dulig und Wöller.Die Gesichter der Krise finden sie in den Krankenhäusern, Arztpraxen und Versorgungseinrichtungen.