Sachsens Heilbäderverband gegen Kurtaxe-Abschaffung

Dresden (dpa/sn) - Der Sächsische Heilbäderverband hat die Diskussion um eine Abschaffung von Kurtaxen kritisiert. Auf eine bewährte Abgabe zu verzichten, «würde die Kurorte völlig unnötig in Schwierigkeiten bringen», sagte Präsident Karl-Ludwig Resch in einer Mitteilung vom Mittwoch. Er verwies auch auf die erheblichen Aufwendungen zur Pflege der Kur-Infrastruktur und die Kulturprogramme. «Kurorte haben im Vergleich zu anderen Kommunen erhebliche Mehrausgaben.»

Der Verband ist laut Resch überrascht vom Vorstoß des Finanzministers von Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Meyer (SPD), weil er Präsident des Deutschen Tourismusverbandes sei. Der Politiker hatte die Abschaffung der in Teilen im Nordosten umstrittenen Abgabe ins Gespräch gebracht. Stattdessen sollten Firmen, die vom Tourismus profitieren, eine Tourismusabgabe erheben, die Einnahmen komplett in den Ausbau der Infrastruktur fließen und Urlauber mit dem Erwerb von Gästekarten ihren Beitrag leisten. «Wir sehen in Sachsen keinerlei Änderungsbedarf», sagte Resch. «In Sachsen fahren wir gut mit der Kurtaxe.»

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