Die staatlichen Hochschulen in Sachsen öffnen am Donnerstag ihre Pforten zum Tag der offenen Tür. (Archivbild)
Die staatlichen Hochschulen in Sachsen öffnen am Donnerstag ihre Pforten zum Tag der offenen Tür. (Archivbild) Bild: Sebastian Willnow/dpa
Sachsen
Sachsens Hochschulen öffnen ihre Türen für Interessenten

100.000 Studierende, 165 Fächer: Sachsens Hochschulen zeigen am Donnerstag, wie vielfältig Campusleben und Forschung sein können. Junge Leute können einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Dresden.

Sachsen macht als geeigneter Studienort für sich Werbung. Wenn am Donnerstag landesweit die staatlichen Hochschulen zum Tag der offenen Tür Einlass gewähren, richtet sich das nicht nur an junge Leute aus dem Freistaat: Laut Statistik hat ein beträchtlicher Teil der Studierenden die Berechtigung für ein Hochschulstudium in einem anderen Bundesland erworben - rund 38.000 Frauen und Männer, was einem Anteil von 39 Prozent entspricht. Gut 40.000 stammen aus Sachsen (42 Prozent), 18.000 aus dem Ausland (18 Prozent). 

Sachsens Hochschulen werben mit Vielfalt

"Studieren in Sachsen bedeutet vor allem, die hervorragende Möglichkeit zu haben, zwischen vier Universitäten, fünf Hochschulen für angewandte Wissenschaften, fünf Kunsthochschulen und den sieben Standorten der Dualen Hochschule wählen zu können", sagte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Ob Stadt oder ländlicher Raum, größere Praxisnähe oder ein Fokus auf exzellenter Forschung - die Hochschulen stünden für eine ausgezeichnete und breitgefächerte akademische Ausbildung, die einen guten Start ins Berufsleben verspreche.

Gut 100.000 Studierende an staatlichen Hochschulen

Die sächsische Hochschullandschaft ist seit vergangenem Jahr noch größer geworden. Denn aus der früheren Berufsakademie ging die Duale Hochschule hervor. Damit erreicht die Zahl der Studierenden an staatlichen Einrichtungen im Freistaat die Marke von 100.000. Außer diesen Hochschulen gibt es noch zehn weitere in kirchlicher und privater Trägerschaft sowie zwei staatliche Verwaltungshochschulen. Die meisten der Studenten aus anderen Bundesländern stammen aus Thüringen (sechs Prozent), Sachsen-Anhalt und Bayern (je fünf Prozent) und Brandenburg (vier Prozent).

165 Studienfächer im Angebot

Aus der amtlichen Hochschulstatistik geht hervor, dass in Sachsen im Wintersemester 2024/2025 insgesamt 165 Studienfächer angeboten wurden. Die Kunsthochschulen haben traditionell den höchsten Anteil an ausländischen Studenten - im Schnitt gut 30 Prozent - gefolgt von den Universitäten (19 Prozent) und den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (16 Prozent). An der Technischen Universität Bergakademie Freiberg liegt der Ausländeranteil sogar jenseits der 50 Prozent. In der Dresdner Musikhochschule sind es 38 Prozent, in der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig ein Drittel.

Tag der offenen Tür soll realistische Einblicke ermöglichen 

Der Tag der offenen Tür soll einen möglichst realistischen Einblick in einzelne Studienfächer, das Campusleben und spätere Karrieremöglichkeiten gewähren. Darüber wird mit Infoständen, Laborbesuchen, "Schnuppervorlesungen", beim Austausch mit Studierenden und Alumni sowie in Workshops und bei individueller Beratung informiert. "Ich hoffe, dass viele Schülerinnen und Schüler und auch Eltern die Chance nutzen, einen Einblick in die ganze Bandbreite der Studienangebote zu erhalten, vielleicht sogar mit dem Besuch mehrerer Hochschulen", betonte Gemkow. (dpa)

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