Sachsens SPD kritisiert «Dexit»-Bestrebungen der AfD

Dresden/Riesa (dpa) - Die sächsische SPD hat vor einem «Dexit» gewarnt und das entsprechende Bekenntnis der AfD dazu scharf kritisiert. «Deutschland muss in der EU bleiben», sagte Generalsekretär Henning Homann am Sonntag laut Mitteilung in Dresden. Europa stehe für den friedlichen Ausgleich von Interessen statt Aufrüstung und Krieg. «Wer das Gegenteil betreibt, riskiert, Deutschland und Europa ins Chaos zu stürzen.»

Die Delegierten eines Europa-Parteitags der AfD in Riesa hatten sich zuvor mehrheitlich für einen «Dexit» ausgesprochen, wenn sich die Europäische Union in absehbarer Zeit nicht radikal verändern sollte. Sie stelle den von vielen Menschen erarbeiteten Wohlstand massiv in Frage, indem sie «das Spiel ausländischer Mächte wie China, Trump und Russland» betreibe, die Europa zerstören wollten, sagte Homann.

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5Kommentare
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  • 7
    10
    Blackadder
    13.01.2019

    Die AfD hat auf ihrem Parteitag per Beschluss die Abschaffung des EU Parlaments gefordert. Prima. Dann muss sie ja auch auch niemand reinwählen!

  • 9
    6
    Lesemuffel
    13.01.2019

    Es gibt hier Reaktionen, als ob die Alternative schon den Dexit beschlossen hätte. Manchmal muss man die Wohnung lüften, ohne gleich aus dem Fenster zu springen. Die Aufregung wegen GB wird hierzulande natürlich am Köcheln gehalten, um andere Kandidaten abzuhalten. Aber GB geht ohne die EU nicht unter. Norwegen, Schweiz, Russland geht's ohne Mitgliedschaft auch nicht schlecht. Europa ist mehr als die EU und Handelspartner finden sich für alle Länder auf der ganzen Welt, auch ohne Restriktionen aus Brüssel.

  • 10
    8
    BlackSheep
    13.01.2019

    Vom Austritt war die Rede wenn eine Reform nicht möglich ist, aber zuhören ist schon lange keine Fähigkeit der SPD mehr.

  • 11
    10
    SimpleMan
    13.01.2019

    @Lesemuffel Man muss nicht zwingend aus dem Fenster springen, um zu erfahren, dass die Landung brutal hart sein wird. Schauen Sie einfach mal nach Großbritanien und dann zeigen Sie mir die Vorteile, die die britische Bevölkerung hat.

  • 12
    11
    Lesemuffel
    13.01.2019

    Wieder typisch SPD. Keine Optionen zur EU und Eurokrise. Deutschland muss... ja, was muss Deutschland? Es m u s s die Interessen Deutschlands, den Wohlstand seiner Bürger vertreten. Wenn das gefährdet ist, muss man Ergebnis offen Optionen diskutieren. Können das die Politiker der demokratischen(!) Parteien nicht? Als SPD-Struck die BW zum Brunnen au an den Hindukusch schickte, gab es angeblich keine Option. Nun darf man wieder abziehen, nachdem die US-Army es tut.



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