«Sachsensofa» bringt politische Debatte in die Dörfer

Dresden (dpa/sn) - Mit Gesprächen auf dem «Sachsensofa» will die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen die Diskussion mit politischer Prominenz auch in die kleineren Gemeinden Sachsens tragen. «Es ist eine gute die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen», sagte Bischof Heinrich Timmerevers bei der Vorstellung des Programms am Montag im Landtag in Dresden. Den Auftakt macht am 17. Januar in Seifhennersdorf (Kreis Görlitz) ein Diskussionsabend mit Ex-Ministerpräsident Georg Milbradt sowie dem ehemaligen Innenminister Heinz Eggert (beide CDU).

Das Gesprächsformat sei für Gemeinden unter 5000 Einwohnern gedacht, sagte der Direktor der Katholischen Bildungsakademie, Thomas Arnold. Bis Mitte Februar sind fünf Veranstaltungen geplant, die außerhalb kirchlicher Räume in Turnhallen oder Gasthäusern über die Bühne gehen sollen.

Zu den eingeladenen Gästen gehören auch der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach oder die ehemalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Auch die Themenpalette ist breit gefächert: Von der Funktionsweise des Politikbetriebes und Lobbyarbeit in den Parlamenten über Sicherheits- oder auch Umweltpolitik wie zum Beispiel Schleierfahndung und Vorratsdatenspeicherung bis zum Autofahren.

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2Kommentare
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  • 2
    0
    Jemand
    08.01.2019

    Hat die kath. Kirche mit ihrem Mitgliederschwund und dem immer noch nicht aufgearbeiteten Missbrauchsskandal eigentlich nicht genug zu tun?
    Die Kath. Kirche kann ja gern ihr genehme Partein im Wahlkampf unterstützten, wieso sie dazu aber öffentliche Gelder bekommt, ist mir absolut schleierhaft und mit Demokratie überhaupt nicht verreinbar. Und wieder greift der Spruch: "Der gemeine Mann hält Religion für wichtig, der Gelehrte für falsch und der Politiker für nützlich."

  • 3
    0
    08.01.2019

    Die katholische Kirche will den Sachsen beibrigen, wie Demokratie geht. Ihr Vorhaben ist durchsichtig und eindeutig - sie möchte mithelfen, dass CDU und SPD nach dem 1.September weiter regieren.

    Es ist als kein Versehen, sondern vorsätzliche Planung, wenn die Oppositionsparteien Linke, Grüne und AfD auf dem 'Sachsensofa' weitgehend nicht vorgesehen sind.

    Die katholische Kirche hat also konkrete Vorstellungen, wie Demokratie in Sachsen funktionieren sollte. Am besten ohne Opposition und ohne Diskussion über die Politik der Regierenden.



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