Sächsische Dampfschiffahrt nach Verlustjahr optimistisch

Der Hitze-Sommer 2018 hat den Tourismus auf der Elbe in Sachsen ausgebremst. Für die Sächsische Dampfschiffahrt war es ein Jahr der Flexibilität - mit der Hoffnung auf das Weihnachtsgeschäft.

Dresden (dpa/sn) - Wegen des extrem trockenen Wetters hat die Sächsische Dampfschiffahrt 2018 ein Verlustjahr verbucht. Im vergangenen Sommer waren die neun historischen Dampfer und zwei modernen Schiffe wegen Niedrigwassers an 120 von über 220 Tagen nur eingeschränkt unterwegs, an acht Tagen musste der Verkehr komplett eingestellt werden, wie das Unternehmen in Dresden am Dienstag mitteilte. Nach einem Überschuss von 916 900 Euro 2017 erwartet die Geschäftsführung daher ein negatives Jahresergebnis, ohne eine Gesamtumsatzzahl zu nennen. Im November 2018 lag das Minus den Angaben nach bei gut 2,2 Millionen Euro.

Ursachen dafür waren Einbußen beim Ticketverkauf sowie bei Umsatzpacht und Liegegebühren durch Fremdschiffe. Vor allem zwischen Juli und Oktober mussten die Kapazitäten täglich dem aktuellen Wasserstand der Elbe angepasst werden. «Im Vergleich zum Vorjahr wurden 30 Prozent weniger Tickets verkauft», sagte ein Sprecher. Wegen sinkender Umsatz- und Gästezahlen wurde für Mitarbeiter im Catering und Ticketbereich Kurzarbeit beantragt.

Für die am Freitag beginnende neue Saison ist die Sächsische Dampfschiffahrt dennoch optimistisch und hofft auf gute Wasserstände. Bei allen Schiffen wird mit Blick auf Niedrigwasser der Tiefgang optimiert, sagte der Unternehmenssprecher. Nach zwei Jahren Pause wurden die Ticketpreise um 50 Cent bis 2 Euro erhöht. Zudem wurde das Angebot an Abendfahrten ausgeweitet und die Winterfahrten bis zum 1. Januar 2020 verlängert.

Die Sächsische Dampfschiffahrt fährt mit neun zwischen 1879 und 1929 gebauten Raddampfern und ist damit nach eigenen Angaben die älteste und größte Raddampferflotte der Welt. Die beiden Salonschiffe «Gräfin Cosel» und «August der Starke» sind seit 1994 auf der Elbe im Dienst - und haben in diesem Jahr 25. Jubiläum.

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