Sächsische «Forschungswölfin» Lotta ist tot

Dresden (dpa/sn) - Sie war im Dienste der Wissenschaft unterwegs und sendet nun keine Daten mehr: Die im Sommer 2019 mit einem Sender ausgestattete Wölfin Lotta ist tot. Wie die Fachstelle Wolf im Landesumweltamt Sachsen am Dienstag mitteilte, wurde die Fähe am 24. März gefunden. Die Autopsie des Kadavers im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung habe ergeben, dass sie an massiven Bissverletzungen als Folge von Revierkämpfen starb. Sie sei in einem frühen Stadium trächtig gewesen. Der Fundort befand sich im Grenzgebiet der Neustädter und Mulkwitzer Rudel in der Lausitz.

Lotta hatte 2019 neben ihrer Mutter selber Welpen aufgezogen. In den sieben Monaten, in denen ihr Sender Daten übermittelte, nutzte sie ein Gebiet von gut 205 Quadratkilometern. Auch ihre kleinere Schwester Juli erhielt einen Sender. Während Lotta sehr heimatverbunden blieb, unternahm Juli immer wieder weite Ausflüge in alle Himmelsrichtungen. Letztmals kehrte sie im Februar in die Lausitz zurück, hieß es. Seitdem halte sie sich in der Nähe des Truppenübungsplatzes Hintersee in Mecklenburg-Vorpommern auf. Derzeit tragen insgesamt drei sächsische Wölfe einen Sender.


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