Sächsischer FDP-Landesvorstand kündigt Rücktritt an

Dresden (dpa/sn) - Nach dem neuerlichen Scheitern der sächsischen FDP bei der Landtagswahl hat der gesamte Parteivorstand der Liberalen am Montag seinen Rücktritt angekündigt. Eine Neuwahl soll am 2. November erfolgen, teilte Generalsekretär Torsten Herbst am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur in Dresden mit. Parteichef Holger Zastrow ziehe sich damit zurück. Der Vorstand übernehme die Verantwortung für das Ergebnis der Landtagswahl. Die Neuwahl findet turnusmäßig statt.

Die FDP hatte am Sonntag zum zweiten Mal in Folge den Einzug in den Landtag des Freistaates verpasst. Sie kam auf 4,5 Prozent der Stimmen, 2014 hatte es für die frühere Regierungspartei nur 3,8 Prozent gegeben.

1999 war die sächsische FDP nach einem historischen Tief von 1,1 Prozent der Zweitstimmen beinahe auseinandergebrochen. Der damals 30 Jahre alter Holger Zastrow übernahm die Partei und führte sie fünf Jahre später in den Landtag zurück. 2009 erreichte die FDP mit 10,0 Prozent der Stimmen ein Rekordergebnis und wurde Juniorpartner der CDU in der ersten schwarz-gelben Koalition im Freistaat.

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4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Zeitungss
    03.09.2019

    Die Gefahr einer Gelbsucht ist somit gebannt, schon einmal eine gute Nachricht für das normal arbeitende Volk. Klientelpolitik zahl sich nicht immer aus, wie es das Wahlergebnis widerspiegelt. Manches regelt sich mit der Zeit selbst und es ist nicht nur für die FDP zutreffend.

  • 4
    0
    Hirtensang
    03.09.2019

    Für die Mehrheit der Wähler ein Wahlsieg. Die Lindner-Zastrow-Mehrheitsbeschaffer- Partei kommt nicht in den Landtag. Wer, wie Herr Zastrow in seinen Wahlspots für die überbordende Bürokratie noch die Verhältnisse der DDR verantwortlich macht, hat nicht die letzten 30 Jahre den Transformationsprozeß in die Verhältnisse der Bundesrepublik erlebt!

  • 3
    2
    Lesemuffel
    03.09.2019

    FDP, die Ritter der traurigen Gestalt. Das ging schon 1989/90 dumm los, als man vom Westen das Attribut der "Partei der Besserverdienenden" übernommen hatte. Damit war diese Gruppierung von Anfang an überflüssig, zumal auch viele LDPD-Kader übernommen worden sind, die im Prinzip voll auf SED Kurs waren, sich nur hinter einer bürgerlichen Maskerade tarnten.

  • 6
    3
    Interessierte
    03.09.2019

    Warum denn das , sie haben doch wieder Stimmen dazu bekommen ....
    Aber in seinem Biergarten ist es auch schön , schöner als im Landtag ...



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