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Sanierte Hyparschale von Baumeister Müther wird eröffnet

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Sie gilt als eine "Ikone der Moderne": Für 25 Millionen Euro wurde das Bauwerk des bekannten DDR-Bauingenieurs in Magdeburg saniert. Allerdings mit einer entscheidenden Änderung.

Magdeburg.

Die baulich markante Hyparschale des international bekannten Bauingenieurs Ulrich Müther in Magdeburg wird nach jahrelanger Sanierung und Leerstand wieder eröffnet. Mit der freitragenden Dachkonstruktion sei sie ein architektonisches Meisterwerk, erklärte Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) am Dienstag. Mehr als 20 Jahre stand die vom Einsturz bedrohte Halle am Ufer der Elbe leer, ehe im Dezember 2019 mit den Sanierungen begonnen wurde. Die Stadt investierte nach eigenen Angaben knapp 25 Millionen Euro in den Umbau. Die offizielle Eröffnung findet am Donnerstag statt, ab Juli steht die neue Messe- und Veranstaltungshalle auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Den Auftakt bildet eine Ausstellung des Street-Art-Künstlers Banksy.

Müther (1934 - 2007) gilt als einer der bekanntesten Bauingenieure der DDR. Seine Bauten stehen unter anderem in Libyen, Jordanien, Kuba und auf seiner Heimatinsel Rügen. Müther setzte der Nüchternheit des DDR-Betonplattenbaus kühn geschwungene Entwürfe entgegen. Seine gekrümmten Schalenbauwerke erlangten internationale Beachtung. Weltweit entstanden 74 Müther-Bauten. Nach Angaben des Müther-Archivs wurden rund 30 Bauten abgerissen.

Auch der Hyparschale drohte ein ähnliches Schicksal. 1997 wurde die frühere Mehrzweckhalle wegen Einsturzgefahr geschlossen. Nach Angaben der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt ist die Hyparschale mit ihren 48 mal 48 Metern der größte noch erhaltene Schalenbau. "Die Hyparschale ist eine Ikone der Moderne", sagte Architekt Stephan Schütz, der mit dem Architekturbüro gmp aus Berlin die Sanierung verantwortete. In Magdeburg zeige sich, wie die Zukunft von Denkmälern aussehen könne, wenn sie wieder zurück in die Nutzung gebracht würden. Dies sei beispielhaft für den Erhalt weiterer Müther-Bauten und anderer gefährdeter Bauten der Nachkriegsmoderne.

Dabei setzten die Architekten nach eigenen Angaben eine neue Interpretation des ursprünglichen Bauwerks um. Statt eines einzigen riesigen Raumes gibt es jetzt vier weitere Seminarräume an den Ecken der Halle für parallele Veranstaltungen. Die Hyparschale im Magdeburger Stadtpark wurde 1969 erbaut. (dpa)

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