Schlammschlacht: Deutscher Meistertitel im Matschfußball

Das Match im Matsch ist etwas für Hartgesottene. Im sächsischen Wöllnau kämpften am Samstag 16 Teams um den Meistertitel im Matschfußball - der der Legende nach seinen Ursprung im Militär haben soll.

Mitspieler der Deutschen Meisterschaft im Matschfußball kämpfen um den Ball.

Wöllnau (dpa) - Beim Kampf um die Deutsche Meisterschaft im Matschfußball haben sich 16 Teams eine Schlammschlacht auf dem Acker geliefert. In dem kleinen Ort Wöllnau in Nordsachsen traten am Samstag 13 Männer- und 3 Frauenteams gegeneinander an. Eigens dafür wurde ein Acker umgepflügt und mit 600 000 Liter Brunnenwasser geflutet, wie Organisator Stephan Guth erklärte.

Die Mannschaften standen mitunter knietief im Schlamm, kein Kleidungsstück blieb trocken oder sauber. Vielen Spielern spritzte die braune Brühe bis ins Gesicht. Die Männer spielten zweimal zehn Minuten, die Frauen zweimal sieben Minuten. Die Siege gingen an Lokalmatadore. Bei den Männern gewannen die «Wild Lions» aus Eilenburg bei Leipzig, bei den Frauen die «Mättschiggs» aus Leipzig.

Das Match im Matsch stammt den Angaben zufolge aus Finnland. Dort gab es 1998 die ersten Meisterschaften. Die Legende besagt, dass ein finnischer Offizier seine Soldaten zu Konditionsläufen ins Moor geschickt hat. Um den Spaßfaktor zu erhöhen, hatte er eines Tages einen Ball ins Moor geschossen - und der Matschfußball war geboren.

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