Schülerin missbraucht: Lehrer verurteilt

Aue (dpa/sn) - Weil er eine Schülerin über Jahre mehrfach missbrauchte, ist ein ehemaliger Grundschullehrer am Montag vom Amtsgericht Aue zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Als Lehrer und Judo-Trainer hatte er sich nach Überzeugung des Gerichts das Vertrauen des damals zehn Jahre alten Kindes erschlichen und es schwer sexuell missbraucht. Ursprünglich waren fünf Taten angeklagt, diese ließen sich jedoch aufgrund des langen Zeitraums nicht hinlänglich beweisen. Der 54-jährige Deutsche bestritt die Vorwürfe bis zuletzt.

Der Angeklagte stand wegen eines ähnlichen Vorwurfs bereits 2017 vor Gericht, wurde aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nachdem sie einen Pressebericht dazu gelesen hatte, zeigte die heute 31 Jahre alte Frau, die inzwischen in Rheinland-Pfalz lebt, ihren früheren Lehrer an. Im ersten Prozess ist derzeit noch eine Berufung anhängig. Auch das aktuelle Urteil ist nicht rechtskräftig.

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