Einen Tag nach dem Einsturz war unter anderem Innenminister Schuster an der Unfallstelle.
Einen Tag nach dem Einsturz war unter anderem Innenminister Schuster an der Unfallstelle. Bild: Sebastian Kahnert/dpa
Sachsen
Schuster: "Können nichts weiter tun, als intensiv arbeiten"

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Zwei Frauen und ein Mann werden unter den Trümmern des eingestürzten Hauses vermutet. Die Suche nach ihnen läuft auf Hochtouren. Wie an der Einsatzstelle gearbeitet wird.

Görlitz.

Sachsens Innenminister Armin Schuster hat sich an der Einsturzstelle in Görlitz ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte gemacht. "Es läuft Hand in Hand hervorragend", beschrieb der CDU-Politiker die Lage. Nach dem Einsturz nahe dem Görlitzer Bahnhof am frühen Montagabend werden derzeit drei Menschen vermisst.

Schuster sprach von einem tragischen Unglück, "das du so nicht vorhersehen kannst". Unter den Einsatzkräften vor Ort sind auch Ehrenamtliche, die auch von Kräften aus Polen unterstützt werden. Dies sei ein "gutes nachbarschaftliches Signal", sagte der Innenminister. 

Die deutschen Einsatzkräfte werden von Kräften aus Polen unterstützt.
Die deutschen Einsatzkräfte werden von Kräften aus Polen unterstützt. Bild: Paul Glaser/dpa

Vermisst werden noch zwei rumänische Touristinnen im Alter von 25 und 26 Jahren und ein 48 Jahre alter Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit, der sich aus beruflichen Gründen in Görlitz aufgehalten hatte. Zwei der ursprünglich fünf Vermissten waren kurz nach Mitternacht aufgetaucht - die beiden Feriengäste waren noch auf der Anreise. In dem eingestürzten Haus befanden sich nach Angaben der Polizei Miet- und Ferienwohnungen.

Einsatz immer noch durch Austreten von Gas erschwert 

Die Arbeit der Einsatzkräfte wird auch davon beeinträchtigt, dass möglicherweise immer noch Gas zwischen den Trümmern austritt, obwohl die Stadtwerke die Gaszufuhr im betroffenen Bereich zwischenzeitlich abgestellt hatte. "Das Problem besteht immer noch", sagte eine Sprecherin der Polizei etwa 24 Stunden nach dem Einsturz des Hauses.

Schuster berichtete auch, dass die Kräfte vor Ort von dem Einsatz mitgenommen würden. "Die sehen alles aus, wie man nach so einem Einsatz aussieht: komplett verstaubt. Du siehst ihnen an, wie sie kämpfen, mit dieser Situation", beschrieb der Politiker. Dennoch bestehe weiter die Hoffnung, Menschenleben retten zu können. "Wir können nichts weiter tun, als intensiv arbeiten." (dpa)

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