Sieben Abenteuer in der Nähe

Es muss ja nicht gleich Kanada sein: Auch in Sachsen gibt es viele einzigartige Landschaften, in denen sich Outdoor-Freaks austoben können. Sieben Erlebnisse, die Sie dieses Jahr testen können.

1. Bouldern: Klettern ist Ihnen zu hoch? Sie müssen außerdem zu viel Equipment mitschleppen? Dann probieren Sie es doch mal mit Bouldern. Dazu braucht man eigentlich nur Kletterschuhe und im besten Fall eine portable Matte - alles ausleihbar in vielen Kletterhallen. Bouldern ist vereinfacht gesagt das Klettern in Absprunghöhe. Dazu gibt es in Sachsen beispielsweise im Chemnitztal ein schönes Gebiet zum Ausprobieren. In einem Wald zwischen Markersdorf und dem Örtchen Stein liegen kleine Gesteinsbrocken im Wald, die auf leichten bis schweren Kletterrouten bezwungen werden können. Auch im Bahratal in der Sächsischen Schweiz gibt es kleinere Hindernisse aus Sandstein, die ohne Seil erklommen werden können. Ein richtig großes Bouldergebiet befindet sich auf der böhmischen Seite des Elbsandsteingebirges gleich hinter der Grenze auf dem Schneebergwww.erzbloc.de

2. Mountainbiken: Richtig auspowern, das geht auch auf dem Mountainbike - vor allem, wenn man auf der Strecke insgesamt 4400 Höhenmeter überwinden muss. Diese Herausforderung heißt Stoneman Miriquidi, ist 162 Kilometer lang und führt über neun der höchsten Gipfel des Erzgebirges auf deutschem und tschechischem Gebiet. Gute Einstiegsstellen gibt es in Oberwiesenthal, am Fichtelberg oder in Bozi Dar. Beim Tourismusverband Erzgebirge kann man ein Starterpaket mit Übernachtung und Frühstück ab 139 Euro buchen. www.stoneman-miriquidi.com

3. Radeln: Weniger auf und ab geht es bei der 186 Kilometer langen Seenland-Route um die 16 Gewässer des Lausitzer Seenlandes. Auf breiten, flachen und asphaltierten Uferwegen können die Radwanderer bestaunen, wie aus den ehemaligen Tagebaugruben in vielen Jahren faszinierende Wasserlandschaften entstanden sind. Startpunkt ist das Besucherzentrum IBA-Terrassen am Großräschener See, der nach elf Jahren Flutung gerade erst fertiggefüllt wurde. Radlerfreundliche Unterkünfte entlang der Strecke halten Fahrradstellplätze, Trockenräume für nasse Kleider und Lunchpakete bereit. www.seenland-route.de

4. Trekking: 100 Kilometer lang ist der Forststeig, der vor einem Jahr im Elbsandsteingebirge eröffnet wurde. Der Trekkingpfad führt zu 17 Aussichtspunkten, darunter der Große Zschirnstein, der Gohrisch, der Rotstein auf deutscher sowie der Hohe Schneeberg und die Tyssaer Wände auf böhmischer Seite. Die Strecke führt mitten durch den Wald, meist durch anspruchsvolles Gelände. Für die Übernachtung sind Biwakplätze oder Trekkinghütten in der Wildnis vorgesehen, in denen bis zu zwölf Personen Platz finden. Tickets für die Übernachtungen gibt es unter anderem im Nationalparkzentrum in Bad Schandau oder in der Globetrotter Filiale in Dresden. www.forststeig.de

5. Wandern: Wer bequemer unterwegs sein möchte, der kann sich eine Mehrtagestour auf dem Kammweg vornehmen. Der Fernwanderweg verbindet die vier Urlaubsregionen Erzgebirge, Vogtland, Franken und Thüringen. Vom Einstieg in Altenberg-Geising im Osterzgebirge führt der Weg über 285 Kilometer bis nach Blankenstein in Thüringen. Die Tourismusverbände Erzgebirge und Vogtland empfehlen für die gesamte Strecke 17 Tageswanderungen einzuplanen und bieten "Rundumsorglos-Pakete" zum Wandern ohne Gepäck an. Wem die Strecke zu kurz ist, der kann sie an vielen Orten durch zusätzlich angebotene Rundwanderwege ergänzen. www.kammweg.de

6. Kanu: Für Kanutouren sind vor allem die Elbe und das Leipziger Seenland bekannt. Aber auch die Mulde in Mittelsachsen bietet durch ihre abwechslungsreichen Uferlandschaften ideale Möglichkeiten für Ganztags- oder längere Ausflüge auf dem Wasser. Die Mulde ist einer der wenigen Flüsse Deutschlands, der weitgehend seinem natürlichen Verlauf behalten hat. Auf 100 Flusskilometern bietet das Tal der Schlösser und Burgen um den Wasserlauf Raum für spannende Geschichten. Das einzige Problem stellen Wehranlagen im Flusslauf dar. Das Boot herausheben, um es einige Meter weiter wieder ins Wasser zu setzen, gehört bei Touren auf der Mulde dazu. www.wassersport-sachsen.de

7. Windsurfen: Apropos Wasser, gerade ist ja das Stand-up-Paddling sehr in Mode. Doch wie wäre es, wenn Sie anstatt zu paddeln einfach ein Segel in den Wind hängen? Das geht beim Windsurfen - und ist leichter, als es aussieht. Für die Grundlagen - also wie man das Segel richtig in den Wind dreht - braucht es zwar eine kurze Einweisung von einem Profi, aber danach kann der Surfspaß auf einem Einstiegsbrett mit kleinem Segel beginnen. Viele Verleihstationen auf sächsischen Seen führen Einstiegsmaterial - unter anderem auf der Talsperre Pöhl, auf dem Cospudener und dem Markkleeberger See bei Leipzig oder dem Geierswalder See bei Hoyerswerda. www.spotnetz.de/Sachsen

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