So viele Studierende ohne Abi in Sachsen 2018 wie noch nie

Dresden (dpa/sn) - So viele Menschen wie noch nie haben 2018 in Sachsen ohne Abitur studiert. 1276 Studierende, die zuvor keine allgemeine Hochschulreife erworben hatten, gab es in Sachen in dem Jahr. Sie bildeten knapp 1,2 Prozent aller Studierenden - ein kleiner Anstieg gegenüber 1,1 Prozent im Jahr 2017. Das geht aus einer Berechnung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung hervor.

Der Zahl derer, die ein Studium ohne Abitur begannen, sank in Sachsen den Angaben des CHE zufolge allerdings leicht im Vergleich zum Vorjahr. 2018 waren es 335 - knapp 1,7 Prozent aller Studienanfänger - gewesen, 2017 waren es 352. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt Sachsen mit diesen Zahlen auf Platz zwölf. Die meisten Studienanfänger ohne Abitur habe es 2018 anteilig in Hamburg (5,8 Prozent), Nordrhein-Westfalen (4,0) und Hessen (3,8) gegeben, heißt es in der Untersuchung.

In ganz Deutschland studierten 2018 den Daten zufolge rund 62 000 Menschen ohne Abitur - ein Rekord. Das waren 2,2 Prozent aller Studierenden. Im Vergleich zum Jahr 2013 hat der Anteil der Studenten ohne Abitur deutschlandweit um 35 Prozent zugelegt.

Möglich ist ein Studium ohne Abitur für Menschen, die sich im Beruf hoch qualifiziert haben, zum Beispiel durch einen Meistertitel im Handwerk. So ersetzt etwa die Note aus der Meister- oder Fachwirtprüfung die Abinote. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung sind Voraussetzung.

Beliebteste Fächer sind bei den Studienanfängern ohne Abitur Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hierfür entschieden sich mit 55 Prozent mehr als die Hälfte. Es folgten Ingenieurwissenschaften (20,8) und Medizin/Gesundheitswissenschaften (12,6).


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