SPD verurteilt Ereignisse: Darf keine Selbstjustiz geben

Berlin/Chemnitz (dpa) - Die SPD hat die Eskalation in Chemnitz nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes verurteilt. «Es darf keine Selbstjustiz in diesem Land geben», sagte Generalsekretär Lars Klingbeil am Montag in Berlin. «Wir erwarten, dass Zivilgesellschaft, dass alle Demokraten sich diesen Ereignissen, die dort stattfinden, entgegenstellen, dass sie laut werden, dass sie Stellung beziehen.» Er kritisierte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der die gewalttätigen Vorfälle zunächst nicht kommentieren wollte. «Ich erwarte von einem zuständigen Innenminister, dass er sich äußert», sagte Klingbeil. «Da kann er sich nicht wegducken an dieser Stelle.»

Hintergrund der Demonstration war ein tödlicher Streit in der Nacht zum Sonntag nach dem Chemnitzer Stadtfest. Ein 35-jähriger Deutscher war im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. An dem Streit waren nach ersten Ermittlungen der Polizei Personen mehrerer Nationalitäten beteiligt. Danach marschierten Anhänger rechter Gruppierungen zu Spontandemos auf. Auf Videos ist zu sehen, wie ausländisch aussehende Personen aus der Masse heraus angegriffen werden.

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