Spur nach Anschlägen in Zwickau und Rodewisch: Wie verlässlich sind Hundenasen?

Ein 22-Jähriger wird verdächtigt, Feuer auf Baustellen in Rodewisch und Zwickau gelegt zu haben. Sein Anwalt ist von den Indizien nicht überzeugt.

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55 Kommentare
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  • 1
    3
    MuellerF
    01.10.2020

    " Sie sollen die Spur des Verdächtigen demnach über ein Jahr nach der Tat noch ausgemacht haben."

    Das würde nur dann Sinn ergeben, wenn der Verdächtige erst kurz vor der Suchaktion noch im Bereich der Tatorte gewesen wäre- andernfalls wären die Geruchsspuren der Tatzeit längst verwischt. Das kann ja aber nicht sein, da der Verdächtige in U-Haft ist.

    Auch ausgebildete Spürhunde reagieren nicht nur auf die Gerüche, die sie suchen sollen, sondern auch mal auf andere, die gerade interessant sind.
    Davon abgesehen, können auch die Hundeführer bewusst oder unbewusst das Anzeige-Verhalten des Hundes beeinflussen.

  • 7
    1
    Gebirger
    30.09.2020

    Ob man das Anschlagen eine Spürhundes als Beweis nutzen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Vieleicht greift in diesem Fall ja das Jugendstrafrecht. Wie wir wissen, heißt das ja Aufsätze schreiben.

  • 8
    0
    ernstel1973
    30.09.2020

    Vierbeiner sind zumindest glaubwürdiger als Zweibeiner.

  • 17
    0
    j35r99
    30.09.2020

    Herr Rechtsanwalt Jügen Kasek (siehe Wiki.), Geruchsproben werden in der Regel an jedem Tatort genommen. Diese Geruchsprobe wird in einer "Geruchskonserve" gesichert und hält sich über Jahre.( Diese Methode stammt übrigens aus der CS, die uns im Diensthundewesen zu DDR-Zeiten um Jahre vorraus war)
    Und die Geruchs-Spürhunde (i.d.R. aus NL) irren sich nach meinen Erfahrungen nicht.
    Übrigens, in einer Funkzelle wurde mein Handy einmal in einem Tötungdelikt in Köln geordet und ich wurde zur Kriminalpolizei vorgeladen. Ich konnte aber nachweisen, dass ich diese Handynr. damals noch nicht hatte.

  • 17
    6
    censor
    30.09.2020

    Hunde können Krebs und Diabetes riechen. Ihre Nasen arbeiten anders als unsere, und ich glaube schon, das speziell ausgebildete Hunde ein solch gutes Nasengedächtnis haben, dass sie diese Spuren wie Brandsätze auch nach langer Zeit identifizieren können.

    Trotzdem muss auch das erst bewiesen werden, und solange die Täter rotzfrech ihre Straftaten auf "indymedia" veröffentlichen können, scheinen sie auch sicher zu sein, dass man ihnen nichts beweisen kann.

    Da wurden auf indymedia schon ganz andere Dinge veröffentlicht - bis zur Beschreibung, wie man eine Gaspistole richtig auf einen Kopf aufsetzt, bevor man abdrückt. In Stuttgart erfolgte dazu im Mai 2020 die praktische Übung an einem Gewerkschafter, dervon Vermummten ins Koma geprügelt und geschossen wurde - und die Täter hat man bis heute nicht ermittelt.

    Auch mit der Funkzelle, in der mutmaßliche Täter von Zwickau offenbar nicht nachweisbar war, ist es so ein Ding. Wer ist schon so blöd, und trägt sein eigenes Smartphone eingeschaltet dabei, wenn er sowas plant?

    Man kann nur hoffen, dass der oder die Täter dingfest gemacht werden und die "ganze Härte des Rechtsstaates" zu spüren bekommen, wie die Politik immer einen Tag nach solchen Anschlägen kernig verkündet.