Staatsregierung und Kommunalvertreter zur Corona-Lage: Bisherige Maßnahmen nicht ausreichend

Dresden.

Die sächsische Regierung, der Landkreistag und der Städte- und Gemeindetag wollen gemeinsam weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf den Weg bringen. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung zur aktuellen Pandemie-Lage. hervor. Man sei sich darin einig, dass die bisher getroffenen Maßnahmen zur Verringerung der Ausbreitung des Coronavirus bislang leider nicht ausreichten, um die Pandemie wirksam zu bekämpfen, heißt es darin. Ganz Sachsen habe sich zu einem Hotspot mit einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner im Sieben-Tages-Schnitt entwickelt. "Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens sehen es die Staatsregierung und die kommunalen Spitzenverbände als notwendig an, weitere gemeinsame Anstrengungen zur Eindämmung der Pandemie auf den Weg zu bringen."

Regierung, Landkreisen und kreisfreien Städten ist nach eigenen Worten daran gelegen, angesichts der hohen Infektionszahlen in allen Regionen möglichst einheitliche Regelungen für ganz Sachsen zu schaffen. "Die Kreisfreien Städte und Landkreise werden für ihre Gebietskörperschaften entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen, mit denen sie die von der Staatsregierung in ihrer Corona-Schutzverordnung geregelten Maßnahmen vor Ort umsetzen", heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Die Rede ist demnach von weiteren Maßnahmen der Kontaktreduzierung, eine Ausgangsbeschränkung, ein Alkoholabgabe sowie ein -konsumverbot auf bestimmten öffentlichen Plätzen sowie verschärfende Regelungen zum Versammlungsgeschehen. 

Einig sind sich die kommunalen Spitzenverbände und die Staatsregierung darin, den Präsenzunterricht an Schulen unter Berücksichtigung des Infektions- und Gesundheitsschutzes aufrecht zu erhalten. Dort, wo es aufgrund der hohen Corona-Zahlen nicht möglich ist, sollen andere Unterrichtsmodelle eingesetzt werden, um die Bildung der Schüler sicherzustellen. Auch ein reibungsloses Wirtschaftsleben solle weiterhin ermöglicht werden. 

Die sächsischen Unternehmen werden darum gebeten, sich weiterhin so engagiert wie bisher an der Bekämpfung der Corona-Pandemie mitzuwirken, wo immer es möglich ist. Als Maßnahmen werden konsequente Hygienemaßnahmen und Home-Office-Regelungen genannt. 

"Unser oberstes Ziel ist es, das gute, funktionierende Gesundheitssystem in Sachsen aufrecht zu halten und eine Versorgung für jede Patientin und jeden Patienten auch weiterhin sicherzustellen", so die Regierung und die kommunalen Spitzenverbände in ihrer Erklärung. Allen Beteiligten seien die dat verbundenen Einschränkungen für das Alltagslebene der Menschen im Land bewusst. Gerade die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit stelle in diesem Zusammenhang eine besondere Herausforderung dar. Aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen seien die Maßnahmen aber zur Kontaktreduzierung und zur Eindämmung der Pandemie unausweichlich. (dha)

 

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22 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 16
    8
    FromtheWastelands
    27.11.2020

    Das wird genauso wie die bisherigen Maßnahmen nicht viel bringen. Was es von Anfang gebraucht hätte wäre ein kompletter Lockdown wie im Frühjahr für 2,3 Wochen, dann hätte man die Infektionsketten durchbrochen.

  • 41
    2
    Lesemax
    27.11.2020

    Die größten Infektionsherde sind momentan wo zu viele Menschen aufeinander treffen und das ist im Schülerverkehr und in den Schulen. Das wahre Problem weshalb Klassen nicht halbiert werden können und zum Beispiel in anderen Räumlichkeiten (Hotels, Gaststätten usw.) unterrichtet werden können ist der große Lehrermangel woran Sachsen selbst dran schuld ist. Und von ausreichend Schulbussen kann nur geträumt werden obwohl hier Monate Zeit war das Problem zu lösen. Ganz ehrlich das Problem besteht nicht erst seit gestern.