Mit dem höheren Mindestlohn steigen in Sachsen die Verdienste: Rund 250.000 Menschen profitieren, schätzt das Statistische Landesamt. (Archivbild)
Mit dem höheren Mindestlohn steigen in Sachsen die Verdienste: Rund 250.000 Menschen profitieren, schätzt das Statistische Landesamt. (Archivbild) Bild: Marcus Brandt/dpa
Sachsen
Statistik: 250.000 Sachsen erhalten höheren Mindestlohn

Rund 250.000 Beschäftigte in Sachsen bekommen seit Jahresbeginn mehr Geld. Besonders viele Frauen profitieren von der Mindestlohnerhöhung.

Kamenz.

Rund 250.000 Menschen in Sachsen profitieren von der zum Jahreswechsel in Kraft getretenen Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns. Das geht aus einer Verdiensterhebung aus dem April vergangenen Jahres hervor, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz mit. Demnach hätten rund 15 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse im Land zu diesem Zeitpunkt unter dem jetzigen Mindestlohnniveau von 13,90 Euro gelegen. Insgesamt ergebe sich eine Steigerung der Verdienstsumme um 18 Millionen Euro. 

Frauen sind nach Angaben der Statistiker besonders oft betroffen - hier sind 16 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse in Sachsen von der Mindestlohnerhöhung betroffen. Bei Männern waren es demnach 13 Prozent.

Die Zahlen des Statistischen Landesamtes liegen deutlich unter den Schätzungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Dieser hatte zuletzt im Oktober geschätzt, dass rund 359.000 Beschäftigte in Sachsen durch die Mindestlohnerhöhung mehr Geld erhalten. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
17:30 Uhr
4 min.
Bröselmaschine läuft auch nach Jahrzehnten wie geölt
Bröselmaschine brachte die Fans in der Lichtentanner Barbara auf Hochtouren.
Als sich die Band um Peter Bursch gründete, war an Woodstock noch kaum zu denken. Die Duisburger Bröselmaschinisten stehen seit 1968 auf der Bühne und noch immer ist ordentlich Dampf auf dem Kessel.
Torsten Piontkowski
14.02.2026
4 min.
„Wir haben uns Mühe gegeben“: Bäckerei und Café im Vogtland schließen nach über 100 Jahren - aber es gibt Hoffnung
Am 28. Februar bäckt Hermann Frisch das letzte Mal für seine Kunden Brot und Semmeln. Der Bäckermeister geht nach 52 Arbeitsjahren in Rente. Damit enden 133 Jahre Familientradition.
52 Arbeitsjahre und jede Nacht am Backofen. Das ist die Lebensleistung von Hermann Frisch. Jetzt geht der fast 70-Jährige in Rente. Das Dorf Grünbach hat keinen Bäcker mehr. Aber Hoffnung bleibt.
Cornelia Henze
30.01.2026
1 min.
Inflationsrate in Sachsen wieder über Zwei-Prozent-Marke
Inflationsrate in Sachsen wieder über Zwei-Prozent-Marke. (Symbolbild)
Teure Lebensmittel, teurer Sprit: Sachsens Verbraucher zahlen wieder mehr. Welche Produkte jetzt richtig ins Geld gehen – und wo überraschend gespart werden konnte.
27.01.2026
2 min.
Sachsen verliert 15.000 Arbeitsplätze
In Sachsen gehen in vielen Branchen Arbeitsplätze verloren. (Archivbild)
Während bundesweit die Zahl der Erwerbstätigen stabil blieb, verzeichneten alle Ost-Bundesländer einen Rückgang. Sachsen trifft es mit am stärksten.
17:30 Uhr
2 min.
Frankenberg und Rossau: Kinder feiern ausgelassen Fasching
Kleine und große Faschingsfreunde hatten am Sonntag die Qual der Wahl: An gleich zwei Orten ging die Post beim Kinderfasching ab.
Ingolf Rosendahl
14.02.2026
2 min.
„Zu langsam und zu wenig Personal“: Wie es mit dem Catering im Plauener Parktheater weitergeht
Theater-Musical im Sommer: Schlange am Getränke-Stand im Parktheater.
Lange Schlangen vor Imbissen und Getränkeständen gehören zum Erscheinungsbild bei Open-Air-Veranstaltungen im Stadtpark. Aber muss das sein? Welche Alternativen zur dortigen Gastro-Situation gibt es?
Sabine Schott
Mehr Artikel