Stau an polnischer Grenze: Tschechische Grenze ruhiger

Görlitz/Pirna (dpa/sn) - Die Kontrollen an der polnischen Grenze wegen der Coronakrise führen weiter zu langen Staus auf der A4 bei Görlitz. Am frühen Dienstagmorgen stauten sich Autos und Lastwagen über 20 Kilometer vom Grenzübergang Ludwigsdorf bis Weißenberg, wie eine Sprecherin der Polizei Görlitz sagte. Jedes Auto werde durch die polnischen Grenzbeamten einzeln kontrolliert.

Die Situation an der tschechischen Grenze sei entspannter, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna am Dienstag. Wegen der tschechischen Kontrollen komme es zwar auch auf der A14 zu Rückstau - allerdings nicht in dem Maße wie auf der A4, so der Polizeisprecher. In Görlitz sei die Verkehrslage wegen des Tunnels Königshainer Berge auch schwieriger: Beamte würden dort aus Sicherheitsgründen verhindern, dass sich die Autos im Tunnel stauen. Dadurch fließe der Verkehr noch etwas langsamer ab.

Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu erschweren, hatte Polen am Wochenende an 58 Grenzübergängen zu Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen wieder Kontrollen eingeführt. Internationale Flug- und Zugverbindungen wurden ausgesetzt. Polen können in ihre Heimat zurückkehren, müssen aber für 14 Tage in Quarantäne. Ausländer dagegen dürfen nur in Ausnahmefällen ins Land. Für den Warenverkehr gibt es keine Begrenzungen. Tschechien lässt Ausländer ohne Wohnsitz in dem Land nicht mehr einreisen, umgekehrt dürfen Tschechen nicht mehr ausreisen.


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