Steinmeier spürt persönlichen Geschichten der Wendezeit nach

Berlin (dpa) - Im 30. Jahr der friedlichen Revolution will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier persönlichen Erlebnissen aus Ost- und Westdeutschland nachspüren. Unter dem Titel «Geteilte Geschichte(n)» lädt er dazu vom 13. August bis zum 9. November zu einer Gesprächsreihe ins Schloss Bellevue ein, wie das Präsidialamt am Mittwoch mitteilte. Steinmeier wolle der Frage nachgehen, welchen Stellenwert die Zäsur der Jahre 1989 und 1990 in der gemeinsamen Erinnerung einnehme.

In kleineren Runden werden sich den Angaben zufolge jeweils ein Gesprächspartner ost- und westdeutscher Herkunft treffen, um ihre persönliche Geschichte rund um die friedliche Revolution, den Mauerfall und die Wiedervereinigung zu erzählen. «Es geht darum, einander zuzuhören und auch besser zu verstehen, wie die Situation der Menschen in Ost- und Westdeutschland heute ist, was sich verändert hat, was die Menschen bewegt, wo es Enttäuschungen und neue Hoffnungen gibt, was ähnlich ist und was verschieden.» So sollten fremde Lebensgeschichten erfahrbar und mehr Verständnis für andere Sichtweisen möglich werden.

Zum Auftakt - am 58. Jahrestag des Mauerbaus - werden sich die Journalisten Siegbert Schefke aus Eberswalde (Brandenburg) und Georg Mascolo aus Stadthagen (Niedersachsen) über «Mut- und Glücksmomente» unterhalten, wie das Bundespräsidialamt weiter mitteilte. Schefke habe am 9. Oktober 1989 die Leipziger Montagsdemonstration gefilmt. Seine Aufnahmen seien am Tag darauf in der ARD-«Tagesschau» gesendet worden. Mascolo habe am 9. November 1989 von der Ostseite des Berliner Grenzübergangs Bornholmer Straße über das Öffnen des Schlagbaums durch DDR-Grenzpolizisten berichtet.

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