Sterbefälle in 50. Kalenderwoche weit über Durchschnitt

Wiesbaden (dpa/th) - Die Zahl der Sterbefälle in Sachsen hat in der Woche vom 7. bis 13. Dezember 2020 deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre gelegen. In der 50. Kalenderwoche starben im Freistaat 970 mehr Menschen als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Wie aus Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden von Freitag hervorgeht, bedeutet dies eine Steigerung von 88 Prozent.

Deutschlandweit waren in der Dezemberwoche mindestens 22 897 Menschen gestorben - 23 Prozent oder 4289 mehr als im Durchschnitt der Vorjahre. Die Angaben finden sich in einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen, die aktuell bis zur 50. Kalenderwoche zur Verfügung steht.

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Todesfälle steige seit Anfang Oktober von Woche zu Woche deutlich an - in der 50. Kalenderwoche seien es nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 3595 gewesen, 598 Fälle mehr als noch in der Vorwoche. In der 49. Kalenderwoche hatte die sogenannte Übersterblichkeit 18 Prozent betragen.

Zu überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen könnten auch Verschiebungen in der Altersstruktur der Bevölkerung beitragen, erklärte das Bundesamt. Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie könnten zugleich dafür sorgen, dass weniger Sterbefälle durch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Grippe verursacht werden. Über die Häufigkeit einzelner Todesursachen gäben die Sterbefallzahlen keine Auskunft.

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