Stiftung: Mehr reden über die Einheit in Ost und West

Berlin (dpa) - Mit rund 3,3 Millionen Euro unterstützt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in diesem Jahr bundesweit rund 160 Projekte. Allein knapp 60 Vorhaben widmeten sich den Umbrüchen von 1989/90 und dem Einigungsprozess, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung, Anna Kaminsky, am Dienstag. Anliegen sei, im 30. Jahr der Deutschen Einheit den gesamtdeutschen Blick auf die Vergangenheit zu weiten.

«Wir wollen das Bild der deutschen Einheit vervollständigen», betonte Kaminsky. Das sei auch eine Einladung an die Westdeutschen, sich mit dem Osten zu beschäftigen. Der Bundestag habe für die Stiftung im Jubiläumsjahr eine Million Euro zusätzlich bereitgestellt.

Gefördert werden Dokumentarfilme, Ausstellungen, Publikationen und Bildungsangebote. Hinzu komme eine Sonderförderung für Projekte, die die Veränderungen seit den 90er Jahren in den Blick nehmen. Hier könnten noch bis zum 2. März Anträge gestellt werden.

Umbruchserfahrungen und Kränkungen der Ostdeutschen überlagerten teilweise das, was positiv geschaffen wurde, sagte Kaminsky. Im Westen gebe es die Meinung, mit der Aufarbeitung sollten sich die Ostdeutschen auseinandersetzen. Da für etliche Unterlagen, etwa zur Treuhand nach 30 Jahren jetzt die Sperrfristen ausliefen, hoffe sie auf mehr faktenbasierte Debatten, so die Geschäftsführerin.


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6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    2
    Interessierte
    29.01.2020

    "Das sei auch eine Einladung an die Westdeutschen, sich mit dem Osten zu beschäftigen ..
    ( das wollen die doch gar nicht , die fahren lieber nach Mallorca

    "Im Westen gebe es die Meinung, mit der Aufarbeitung sollten sich die - Ostdeutschen - auseinandersetzen.
    ( sehr ihr ………………………….

    Setzen sich denn eigentlich die Westdeutschen ´mit ihren` vergangenen 40 Jahren auseinander , da war doch auch viel passiert auf den Bergen und in den Tunneln …
    Nur , dass bei denen niemand illegal ´gen Osten flüchten wollte , die sind so gekommen und haben ihre Vorteile ausgenutzt ...

  • 1
    0
    Nixnuzz
    29.01.2020

    Primär halte ich das für ein "politisch engagiertes" Gesundheitspflaster zur Abdeckung "östlicher Befindlichkeiten" - und bloß nicht dran rühren. Andererseits gibt es doch irgendwo ein Museum zur deutschen Geschichte? Ein Überstellung dahin wäre wohl sinnvoll. Mit entsprechender ergänzender finanzieller Ausstattung.

  • 2
    3
    Freigeist14
    29.01.2020

    Diese Stiftung verfolgt ein eindeutiges Ziel der Überhöhung der westdeutschen Geschichte der BRD und deren Vergrößerung am 3.Oktober 1990 . Von der "Zweiten deutschen Diktatur" bleibt nicht mehr als der Grüne Pfeil und Pittiplatsch .

  • 9
    5
    ralf66
    28.01.2020

    Sofort auflösen solche Stiftungen, dass ist doch nur ein Lacher, wer hat denn davon etwas, wer merkt überhaupt etwas von dieser überhöht finanzierten ''Arbeit'', die Größen der DDR-Regierung und ein großer Teil derer die etwas zu sagen hatten sind gestorben. 1 Mille zusätzlich für solchen Unfug, zusätzlich, was fließt denn dort normal an Geld? Die Aufarbeitung der Geschichte ist Aufgabe der Historiker die werden dafür bezahlt und das muss doch reichen.

  • 3
    3
    Interessierte
    28.01.2020

    Woher kommt den diese Frau , wenn sie das so genau weiß ?
    https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/stiftung/ansprechpersonen/anna-kaminsky

  • 1
    3
    Interessierte
    28.01.2020

    Die Ostdeutschen sind wohl gekränkt worden ?