Die Frauenkirche Dresden wird durch eine Stiftung getragen. Sie kümmert sich unter anderem um den Erhalt des Bauwerkes. (Archivbild)
Die Frauenkirche Dresden wird durch eine Stiftung getragen. Sie kümmert sich unter anderem um den Erhalt des Bauwerkes. (Archivbild) Bild: Sebastian Kahnert/dpa
Sachsen
Stiftungslandschaft in Sachsen bekommt weiteren Zulauf

Ohne Stiftungen ist eine Förderung in Bereichen wie Kultur, Bildung und Soziales heute undenkbar. In Sachsen gibt es aktuell 688 Stiftungen, im Vorjahr kamen 18 neue dazu. Auch 2026 geht es weiter.

Dresden.

Sachsen ist im Vorjahr um 18 neue Stiftungen reicher geworden. Auch in diesem Jahr hält das Engagement an. Am Donnerstag sollte eine vom Geschäftsmann Fritz Albert Straub ins Leben gerufene Stiftung ihre Urkunde erhalten. Sie trägt den Namen Areopag - benannt nach einer antiken Stätte in Athen - und möchte vor allem Kunst, Kultur und den Erhalt des kulturellen Erbes fördern. Ferner setzt sie sich für Toleranz und Völkerverständigung ein.

Für die Anerkennung von Stiftungen ist die Landesdirektion Sachsen (LDS) zuständig. Sie überwacht auch, ob eine Stiftung dem Zweck entsprechend agiert und das Vermögen erhalten bleibt. Eine Stiftung nutzt für ihr Wirken Kapital etwa aus Zinsen oder Dividenden. Gemeinnützige Stiftungen müssen dem Gemeinwohl dienen. Häufigster Zweck solcher Stiftungen ist in Sachsen die Förderung von Kunst, Kultur, Bildung und Erziehung. Viele Stiftungen verfolgen auch mehrere Zwecke. Denkmalschutz und Denkmalpflege ist besonders im Raum Dresden ein häufiges Ziel.

Älteste Stiftung in Sachsen stammt von 1543

Aktuell gibt es in Sachsen 688 Stiftungen, im vergangenen Jahr kamen 18 neue dazu. Die älteste noch bestehende Stiftung stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die "Kurfürst Moritz fromme Stiftung zu Glashütte" wurde 1543 errichtet. Sie fördert die Erziehung von Kindern vor allem im Kindergartenalter. (dpa)

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