Streit um Studienplätze dauert an

Ministerin Stange lehnt Finanzierungsvorschlag ab

Dresden.

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) wird dem Plan von Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU), 120 neue Medizin-Studienplätze in Sachsen zu schaffen, wegen der unklaren Finanzierung nicht zustimmen. "Ich lehne die vom Sozialministerium angedachte Finanzierung über den Hochschulpakt komplett ab", sagte Stange am Mittwoch. "Wir haben bereits mit den Hochschulen zusammengesessen und über die Verteilung der Mittel ab 2021 gesprochen. Wir wollen damit Stellen an den Hochschulen verstetigen und so unter anderem die Lehrerausbildung absichern." Man könne nicht gleichzeitig mehr Medizinerplätze finanzieren. Die zusätzlichen Studienplätze könnten nicht über die Bundesmittel aus dem Hochschulpakt abgesichert werden, betonte Stange: "Es muss sich dafür eine andere Quelle im Landeshaushalt finden." Sozialministerin Klepsch hatte in der vergangenen Woche vorgeschlagen, zur Finanzierung der zusätzlichen Studienplätze 25 Millionen Euro aus dem Hochschulpakt zu nutzen. Dies hatte Stange in der Kabinettssitzung scharf zurückgewiesen. Die Sozialministerin verteidigte ihre Pläne gegen Kritik. "Wenn wir wissen, dass wir mehr Mediziner brauchen, müssen wir mehr ausbilden. Dazu müssen wir die uns zur Verfügung stehenden Mittel sinnvoll einsetzen", teilte Klepsch am Mittwoch mit. "Wir verfolgen in der Staatsregierung das gemeinsame Ziel, auch morgen noch die medizinische Versorgung in ganz Sachsen sicherzustellen."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...