Syrische Bildungsaktivistin erhält Dresdner Friedenspreis

Dresden (dpa/sn) - Die Syrerin Muzoon Almellehan wird für ihren Kampf um Bildung für Kinder in Krisengebieten mit dem Internationalen «Dresden-Preis» geehrt. Sie erhält die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung der Organisation Friends of Dresden heute in der Semperoper. Die in Großbritannien lebende 21-jährige Unicef-Sonderbotschafterin engagierte sich schon mit 14 Jahren dafür, dass Kinder in einem jordanischen Flüchtlingslager lernen können.

Sie sei ein Symbol dafür, dass «jeder seinen Beitrag zum Frieden leisten kann, auch wenn er machtlos scheint», begründete die Klaus Tschira Stiftung als Preisstifterin ihre Auswahl. Die Laudatio hält Kim Phuc Phan Thi, die als «Napalm-Girl» auf einem Foto aus dem Vietnamkrieg bekannt und 2019 geehrt wurde.

Ein mit 5000 Euro dotierter Sonderpreis wird an das Dresdner Musikprojekt «Musaik - Grenzenlos Musizieren» vergeben, das seit zwei Jahren Kinder aus Flüchtlingsfamilien und Mädchen und Jungen aus Dresden beim gemeinsamen Musizieren vereint. Laudator ist in diesem Fall der Schriftsteller Christoph Hein.

Der «Dresden-Preis» wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich im besonderen Maße um Frieden und Völkerverständigung verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger sind unter anderem der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow, der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim und der Kriegsfotograf James Nachtwey.

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