Tausende demonstrierten in Sachsen für mehr Klimaschutz

Glockenläuten, Demos und Infostände: In Sachsen wird für Klimaschutz demonstriert. Besonders in Dresden ist die Resonanz der Aufrufer groß.

Dresden (dpa/sn) - Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie sind am Freitag Aktivisten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future in Sachsen wieder auf die Straße gegangen. Tausende haben landesweit für entschlossene Schritte im Kampf gegen die Erderwärmung demonstriert. In Dresden waren nach Angaben der Veranstalter etwa 4000 vorwiegen junge Leute dem Aufruf der Klimaaktivisten gefolgt und durch die Innenstadt gezogen. 1000 waren erwarten worden. «Wir freuen uns riesig über die große Resonanz, das hatten wir nicht erwartet», sagte Friederike Fischer von den Organisatoren der Demo. Die Polizei nannte keine Zahlen.

In Leipzig hatten die Klimaaktivisten Informationsstände an der Nikolaikirche und auf dem Augustusplatz in der Innenstadt aufgebaut. Außerdem läuteten die Glocken des Gotteshauses. In der Kirche gab es eine Andacht. In Chemnitz versammelten sich Anhänger der Klimabewegung am Roten Turm.

Mit dem Klang ihrer Glocken hatte die Dresdner Frauenkirche ins große «Läuten für das Klima» eingestimmt. Neben der Friedensglocke, die alltäglich zur Mittagsandacht ruft, hatte sich um «fünf vor zwölf» auch die Stadtglocke Jeremia gemeldet. Damit folgte die Stiftung Frauenkirche dem Aufruf, sich mit Gebet und Geläut am Klimastreik zu beteiligen, wie eine Sprecherin sagte.

Auch in anderen Städten gab es Kundgebungen, so in Grimma, Wurzen, Chemnitz und Zwickau. Am Freitag hatten bundesweit Klimaschützer für entschlossenere Schritte gegen die Erderwärmung demonstriert.

1010 Kommentare
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  • 2
    2
    censor
    26.09.2020

    Konda - "Keine Sorge, es demonstrieren auch genügend Menschen, die sich dafür von der Arbeit frei nehmen bzw. die Arbeit bestreiken"

    Wohl dem, der sich das heute noch leisten kann.

    Als abhängig Beschäftigter für die von FFF geforderten Maßnahmen zu demonstrieren, muss man sich entweder leisten können und/oder man gehört zu den potentiellen Profiteuren.

    Der große Rest derer, die nach der "Großen Transformation" in die Röhre gucken, erwirtschaftet derweil die Steuern, die die Öko-Ideologen zu verbraten gedenken.

  • 4
    2
    censor
    26.09.2020

    klapa, das ist Günstlingswirtschaft, und die Damen und Herren von den Grünen geben sich nicht einmal Mühe, das zu verbergen.

    Benedikt Lux, Grüne Berlin am 15.8.2020 im "Neuen Deutschland":

    "Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht".

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1140472.rot-rot-gruen-in-der-hauptstadt-kein-fairer-boxkampf.html

  • 2
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    Konda
    26.09.2020

    @620390
    Natürlich gehört zum Klimaschutz nicht nur, zu demonstrieren. Aber wer behauptet denn, dass die Demonstrant:innen nicht versuchen, sich im Alltag klimafreundlich zu verhalten? Außerdem sind es die gesellschaftlichen Strukturen, die ein klimafreundliches Verhalten erschweren. Und die ändert man nicht nur durch das eigene Verhalten.

    @censor
    Keine Sorge, es demonstrieren auch genügend Menschen, die sich dafür von der Arbeit frei nehmen bzw. die Arbeit bestreiken.

  • 5
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    klapa
    26.09.2020

    Und in der Zwischenzeit arbeitet die sächsische Justizministerin Meier an der 'Klimarettung' auf ihre Weise, wie Medien berichten.

    Seit ihrem Amtsantritt vor neun Monaten seien in ihrem Haus 46 neue Ministerial-Stellen geschaffen worden. Insgesamt wurden demnach 56 Posten neu- oder umbesetzt.

    Das riecht nach Günstlingswirtschaft, weil es so aussieht, als würde die Ministerin Parteifreunde mit Posten versorgen, wie auch Bild berichtet.

    Ob diese Posten schon im neuen Haushalt berücksichtigt sind?

  • 4
    2
    620390
    26.09.2020

    Dann gehört es sich auch mal Handy und Computer einen Monat abzuschalten, mit dem Rad zu fahren und sich nicht bringen lassen und vieles mehr. Klima fängt wo ganz anders an.

  • 9
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    censor
    25.09.2020

    DTRFC2005
    Für seine Zukunft stark zu machen - ja, dann könnten die jungen Damen und Herren mal ihre Popos heben, wenn es um unsere Grundrechte geht. Die sind nämlich gefährdeter als das Klima.
    Aber das werden die Herrschaften schon noch begreifen - irgendwann.

  • 9
    2
    Hinterfragt
    25.09.2020

    "...ist es das Recht, auch eines Schülers, sich in seiner Freizeit für seine Zukunft stark zu machen...."

    Genau!
    Lernen, lernen und nochmals lernen (Lenin) ...

  • 10
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    klapa
    25.09.2020

    Wer fragt das Klima, dessen Ablauf sich in den verschiedenen Klimazonen und Regionen der Erde nach Naturgesetzen vollzieht, ob es sich schützen lässt?

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    12
    DTRFC2005
    25.09.2020

    @censor: Als ob Freitags 14 Uhr noch Schule ist. Und das die Kids während der letzten Monate, Ferien ausgenommen, keine schulischen Aktivitäten nachgegangen sind, ist ja wohl auch falsch. Meine hatten sogar Sommerschule, während der Schließzeit jede Menge Aufgaben und Videounterricht. Die lagen nicht auf der faulen Haut. Und nebenbei, ist es das Recht, auch eines Schülers, sich in seiner Freizeit für seine Zukunft stark zu machen.

  • 12
    6
    censor
    25.09.2020

    Da hatten sie wochenlang keine Schule wegen Corona, und nun schwänzen sie wieder.