Tausende Pegida-Gegner in Dresden

Dresden (dpa/sn) - Einige tausend Teilnehmer haben sich in Dresden bei einer Gegenveranstaltung zur Demonstration des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses versammelt. Das Aktionsbündnis «Herz statt Hetze» hatte zu der Kundgebung aufgerufen. Die Menschen kamen am Montagabend auf dem Dresdner Theaterplatz zusammen. Zu Beginn der Gegendemonstration ertönte die «Ode an die Freude», gespielt von der Staatsoper Dresden, auch das Staatsschauspiel wirkte an der Veranstaltung mit.

Zahlreiche Minister nahmen an der Gegenveranstaltung teil, darunter Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU), Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD), Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) sowie Integrationsministerin Petra Köpping (SPD).

Aus Protest gegen die Pegida-Kundgebung am Elbufer schaltete das Finanzministerium seine Lichter aus. Damit solle ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz gesetzt werden, hieß es. Auch die Kunstakademie blieb dunkel.

Pegida muss seine Kundgebung am Abend am Elbufer vor dem Regierungsviertel abhalten und nicht wie gewünscht am Bahnhof Neustadt.

Am Bahnhof Neustadt versammelten sich unterdessen mehrere Hundert Pegida-Gegner. Auch «Dresden Nazifrei» will sich nach Angaben der Organisatoren daran beteiligen. Das Bündnis hatte zwar eine Kundgebung gegen Pegida in der Neustadt angemeldet, diese jedoch kurzfristig abgesagt.

Herz statt Hetze auf Facebook

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17Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    SimpleMan
    22.12.2015

    @1953866: "dass bei Pegida mindestens doppelt so viele Bürger anwesend waren. Das lässt FP gleich mal weg." Das klingt für pauschal, also das die FP es generell weglässt. Wenn Sie es natürlich nur auf diesen Artikel beschränken wollen, na gut. Aber das macht aus meiner Sicht keinen Sinn, weil es in der FP verschiedene Artikel zu dem Thema gab, die alle einen etwas anderen Schwerpunkt hatten und man so alle Informationen gefunden hat.

  • 4
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    1953866
    22.12.2015

    @SimpleMan, die Kommentarfunktion dient dazu, sich über den dazu gehörenden Bericht zu äußern. Mein Kommentar bezog sich deshalb logischerweise auf diesen Artikel hier. Da stehen aber keine Angaben über die Teilnehmerzahlen von Pegida. Und hier steht auch:
    "Aus Protest gegen die Pegida-Kundgebung am Elbufer schaltete das Finanzministerium seine Lichter aus. Damit solle ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz gesetzt werden, hieß es. Auch die Kunstakademie blieb dunkel. "
    Für mein Leseverständnis heißt das, Licht aus als Protest gegen Pegida und Licht aus als Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz.
    Man löscht also aus Protest gegen die Kundgebung von mindestens 8000 Bürgern das Licht und nennt es ein Zeichen für Toleranz! Eine bessere Steilvorlage wird es für Pegida kaum geben. Die Pegida-Teilnehmer waren darüber bestimmt sehr traurig.
    Übrigens fand diese Demo diesmal nicht, wie Sie behaupten vor der Semperoper statt und das Licht wurde auch nicht dort, sondern im Finanzministerium und der Kunstakademie ausgeschaltet. Steht jedenfalls so in den von mir kommentierten Artikel.
    Zu meinen Erfahrungen mit der Toleranz von Pegida gegenüber Andersdenkenden muss ich leider die Medien bemühen. Da ist aber trotz intensiver Suche nicht viel zu finden, zum Toleranzverständnis einer bestimmten Gruppe von Gegendemonstranten allerdings schon.
    Aber das wäre doch mal ein Thema für unsere Journalisten.

  • 2
    2
    aussaugerges
    22.12.2015

    Unsere Politiker erfüllen Schritt für Schritt die Forderungen
    von Pegida.
    Wenn auch heimlich.

    Die Schäden der Gutmenschen geht in die Millionen.

  • 4
    4
    SimpleMan
    22.12.2015

    @1953866: "Allerdings wird in den meisten Artikeln auch angemerkt, dass bei Pegida mindestens doppelt so viele Bürger anwesend waren. Das lässt FP gleich mal weg." Das ist nicht richtig, siehe Link: http://www.freiepresse.de/SACHSEN/Ruhige-Nacht-nach-Kundgebungen-in-Dresden-artikel9389854.php
    "mit Lichterketten für Menschlichkeit demonstriert, macht man in Dresden das Licht als Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit aus." Das Licht wird aus gemacht, weil die Pegidademonstrationen vor der Semperoper, also dem Symbol von Dresden, stattfinden und Dresden mehr ist als Pegida, aber sich Pegida mehr oder weniger bewusst, an der Kulisse der Semperoper bedient. Und das Licht auszumachen, um zu zeigen, dass man anderer Meinung ist, das sollte doch der Pegida-Anhänger aushalten können, oder? Was sind eigentlich Ihre Erfahrungen, wie tolerant sind denn die Pegida-Anhänger gegenüber Andersdenkenden?

  • 7
    3
    1953866
    22.12.2015

    Es ist schon merkwürdig wie sich die Überschrift der "Freien Presse" mit den Überschriften der anderen "freien" Pressen gleichen:
    "Tausende Pegida-Gegner in Dresden" (Freie Presse)
    "Dresden: Tausende protestieren gegen Pegida" (ZEIT ONLINE)
    "Großeinsatz in Dresden: Tausende protestieren gegen ... " (n-tv)
    "Dresden: Tausende gegen Pegida" (Süddeutsche.de)
    und so weiter und so fort:

    https://www.google.de/search?q=Pegida&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=BDl5Vry1N-H7ygOkkbGwCQ

    Allerdings wird in den meisten Artikeln auch angemerkt, dass bei Pegida mindestens doppelt so viele Bürger anwesend waren. Das lässt FP gleich mal weg. Und wenn man es auch nicht vermutet, eine Zeitschrift berichte neben der üblichen Pegida- Kritik sogar von (klitzekleinen) Ausschreitungen der Gegendemonstranten:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-12/dresden-pegida-lutz-bachmann

    Und während in Stollberg und anderswo mit Lichterketten für Menschlichkeit demonstriert, macht man in Dresden das Licht als Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit aus.
    Mit "Licht aus" ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit zeigen... Haben die weltoffenen Organisatoren einen Pegida- Maulwurf im Team, oder wie kommt man auf solche Ideen?
    Und dann noch dieser freundliche Student (?) auf dem Foto mit dem Plakat "MMXVI arabische Zahlen ausweisen" (MMXVI = 2016). Weiß der junge Bürger nicht, dass die arabischen Zahlen aus Indien stammen? Speziell für ihn eine leicht verständliche Erklärung:

    http://www.kidsnet.at/Sachunterricht/zahlen.html

    http://www.rp-online.de/panorama/wissen/seit-wann-nutzen-wir-in-europa-arabische-ziffern-aid-1.2284182

    oder bei Wikipedia und anderen Quellen

  • 5
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    PeKa
    22.12.2015

    Es ist dawegen schon dreist, wie diejenigen, die am meisten von der Erhaltung des Abendlandes labern, am wenigsten mit dem Christentum, also derjenigen Religion, die das Abendland ausmacht, am Hut haben. Wären diese Schwätzer tatsächlich glühende Verfechter der abendländischen Kultur, dann wüssten sie, dass uns die Bibel zum Schutz der Schwachen und Fremden aufruft.

    http://oikoumene.net/regional/bonnhannover/bonnhannover.teil1/bonnhannover.4.2/index.html

  • 6
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    SimpleMan
    22.12.2015

    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann laufen Sie noch heute ... Außer in Sachsen interessiert Pegida niemand. Warum auch, die meisten wissen halt, dass die Erde keine Scheibe ist ... Und immer "Lügenpresse" schreien und dann im Forum der selben schreiben, schon irgendwie schizophren.

  • 4
    6
    Freigeist14
    22.12.2015

    Frau Fisterling?Wer?Jetzt wird´s aber unappettitlich.

  • 7
    2
    aussaugerges
    22.12.2015

    Wie hat Frau Fisterling gesagt:

    Friedlich,bestimmend aber unmißverständlich.

  • 10
    6
    f1234
    22.12.2015

    Und noch eins: Fragt doch mal, warum unsere Politiker und Subventionsabgreifer nicht am Carolaplatz waren und den Polizisten, die dort gegen die wirklichen Demokratiefeinde ihren Arsch für die Verteidigung der Versammlungsfreiheit und des Rechts auf freie Meinungsäußerung hinhielten, wenigstens moralische Rückendeckung gegeben haben? Oder geht der Mut gegen Extremismus dann doch nicht so weit, sich Autoabfacklern und Steinewerfern entgegen zu stellen? Hegt man gar heimliche Sympathie für diese Schlägerbanden?
    Das wären mal Fragen, die mich interessieren würden. Und nicht die Hofberichterstattung von halbstaatlich organisierten Wohlfühlveranstaltungen.

  • 10
    5
    Hübnererich
    22.12.2015

    Der Text unter dem Foto bringt es auf den Punkt:" Mit mehreren Kundgebungen sollte ein Zeichen gegen Pegida gesetzt werden". Genau:"sollte"! Ging wiedermal gehörig in die Hose.

  • 12
    4
    f1234
    22.12.2015

    Liebe Freie Presse!

    Auch wenn sich der Schreiber dieses Artikels scheinbar vor Aufregung darüber, wie sich Politiker, staatlich subventionierte Kultur"schaffende" und unbedarfte Studenten gestern todesmutig und unerschrocken den braunen Horden und Schlägerbanden entgegengestellt haben, in die Hosen gepullert hat, würde mich als Bürger dieses Landes die Frage interessieren, wie sich das dramatische, hochgefährlich und natürlich die Machtübernahme der Nazis auf jeden Fall verhindernde "Lichtausschalten gegen Rechts" in den sächsischen Ministerien mit dem Neutralitätsgebot der öffentlichen Verwaltung verträgt. Vielleicht könnt ihr da mal nachhaken, den mir scheint, hier verwechseln manche Minister ihr Ministerium mit einem Hofstaat.

  • 11
    4
    gelöschter Nutzer
    21.12.2015

    Licht ausschalten als “Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz“, wie schizophren ist das denn? Widersprüchlicher können die Aussagen ja nicht sein. Ähnlich verhält es sich mit beiden Sprüchen auf den Plakaten auf einer Demo mit dem Motto “Herz statt Hetze“. Herz kann man dort nicht erkennen - Hetze dagegen eher. Auch die Aufzählung der Personen der Landesregierung bei einer Gegendemo gegen die aktuelle Regierungspolitik hat mehr als ein Gschmäckle. Wurden da E-Mails in den Ministerien verschickt, welche die Erwartung an der Demoteilnahme ausdrückten? Wieder mal gilt “gut gemeint“ ist das Gegenteil von “gut gemacht“.

  • 10
    4
    Hübnererich
    21.12.2015

    Pegida hat heute noch einmal eindrucksvoll gezeigt, wie sich die Stimmungslage im Freistaat momentan zum Asylirrsinn darstellt und wo die Feinde unserer Demokratie zu suchen sind. Am Königsufer bestimmt nicht. Venceremos!

  • 8
    5
    zombie1969
    21.12.2015

    Warum machen die Mitglieder der Grünen/SPD nicht eine Sammelaktion für neue Häuschen? Es könnte zum Beispiel für jeden Zeitungsartikel über die Pegida 10 Euro in eine Pro-Asylbewerberkasse eingeworfen werden. Mit diesem Geld kann man dann den Bau von vielen Flüchtlingsunterkünften in der unmittelbaren Nähe von den Privatgrundstücken/Häuser der Grünen/SPD-Mitglieder finanziell unterstützen. So könnte auch dem sich hartnäckig haltenden Vorurteil "Flüchtlinge ja, aber nicht vor meiner Haustüre" klar entgegnet weden. Wäre das nicht ein guter Beitrag zur Willkommenskultur?

  • 11
    4
    Freibeuter
    21.12.2015

    Ihr seid echt süß! Als das letzte mal am Elbufer solche Massen waren, war das Konzert mit 15.000Zzuschauern ausverkauft! Ich konnte heute keinen Unterschied erkennen. Oder doch, damals wurde von den Linken nicht randaliert und Autos angezündet! Aber sonst immer schön Herz statt Hetze!

  • 14
    4
    BlackSheep
    21.12.2015

    Dresden Nazifrei, und die glauben wirklich sie sind tolerant und weltoffen? Wenn ich jeden Kritiker als Nazi verleumde bin ich intolerant und nicht die Bohne weltoffen! Gerade wenn mann sieht das die etablierten Parteien viele Dinge umsetzen die auf den ersten Pegidademos gefordert wurden. Jetzt haben die festgestellt das war gar nicht so falsch, aber natürlic sind die Parteien selber draufgekommen.



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