Trotz Corona: Sachsen will Familienfeiern wieder möglich machen

Nach Pfingsten sollen private Familienfeiern im kleinen Rahmen wieder möglich sein. Die Landesregierung will zudem mithilfe eines Runden Tischs die bisherigen Corona-Maßnahmen diskutieren.

Dresden.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) möchte nach Pfingsten wieder private Familienfeiern im kleinen Rahmen ermöglichen. Das kündigte er am Dienstagmittag bei einer Pressekonferenz in Dresden an. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und er seien der Meinung, dass Feiern mit bis zu 50 Personen gestattet werden sollen, sagte der Regierungschef. Im Familienkreis ließe sich auch eventuelle Infektionen leichter nachvollziehen. Zudem habe die Familie eine "andere gesellschaftliche Bedeutung" als andere Bereiche. Allerdings gebe es zu den angedachten Regelungen für Feiern noch eine Diskussion im Kabinett und der Regierung.

Kretschmer und Köpping kündigten an, dass es nach Pfingsten weitere Lockerungen der bestehenden Corona-Beschränkungen geben werde. Das hatten beide in den vergangenen Tagen schon angekündigt. Allerdings nannten sie noch nicht allzu viele Details. Beide verdeutlichten aber, dass dann beispielsweise Busreise wieder möglich sein werden. Die Reiseveranstalter bereiteten entsprechende Hygienekonzepte vor und seien schon sehr weit damit gekommen. Auch für Hallen- und Heilbäder, Saunen und Kureinrichtungen seien Erleichterungen im Gespräch. Detaillierter wurden der Ministerpräsident und die Ministerin allerdings nicht.

Die Landesregierung will am Donnerstagabend mithilfe eines Runden Tischs die bisherigen Corona-Maßnahmen diskutieren. Neben Virologen und Experten seien auch Personen eingeladen, die Maßnahmen für "überzogen" und "falsch" hielten, sagte Kretschmer. Insgesamt umfasste die Runde 22 Personen. Wer konkret eingeladen ist, blieb offen. (kok)

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8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    GCIP
    27.05.2020

    @Lexisdark: Ich weis nicht was Sie in meinen Kommentar hineininterpretieren, ich habe in keiner Silbe behauptet das Maßnahmen falsch waren um das klar zu stellen? Als erstes haben wir keine Kühlzüge voller Tote gehabt (niergendwo) und zweitens geht es ums hier und jetzt, um nichts mehr! Oder sehen Sie in der aktuellen Lage noch den Untergang der Welt, der Restriktionen weiter rechtfertigt?

  • 6
    2
    an33dy
    27.05.2020

    Die Regierung kann beschließen und wieder aufheben was sie will. Für die einen gehen die Maßnahmen zu weit, für andere nicht weit genug. Falsch ist es also immer. Hoffentlich haben wir das bald überstanden, damit das zählen von Toten und Richtig und Falsch aufhört. Dann hat hoffentlich auch der letzte Klugpups seinen Senf dazugegeben.

  • 5
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    Lexisdark
    27.05.2020

    @GCIP brauchen Sie erst Kühllaster mit tausenden Toten? Deutschland hat, trotz anfänglichem Zögern, Glück gehabt, was die Anzahl an Opfern angeht. Ihre Argumente sind eine Beleidigung derer und an den Patienten, die sie nicht ohne Nachwirkungen überstanden haben. Wahrscheinlich wachen Sie erst auf, wenn es sie selbst betrifft.

  • 7
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    GCIP
    26.05.2020

    @Karlius: Für den einen ist das Glas halt halb leer und für den anderen halb voll ;-). Geht man von der Wochen Einzelbetrachtung mal weg (was aus meiner Sicht auch Humbug ist) und zieht Bilanz über die Monate Januar bis Mitte April hat man den Beleg das die Sterblichkeit nicht mehr als Durchschnittlich ist (Armageddon ist also nicht eingetreten), vergleicht man mit dem Grippejahr 2018 stellt man sogar fest, dass wir glücklicher Weise, von dieser Situation weit entfernt sind. Also wo ist die Basis für die Weiterführung der Restriktionen? Ein weiterer Beleg sind die aktuellen Entwicklungen zum Infektionsgeschehen…

  • 5
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    Karlius
    26.05.2020

    @GCIP
    „Seit der letzten Märzwoche liegen die Zahlen allerdings über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.“
    Das Statistische Bundesamt stellt also Ende März eine im Vergleich steigende Anzahl an Sterbefällen fest. Und das beweist was? Das die Maßnahmen richtig waren und schlimmeres verhinderten - Meine Meinung.
    Finde es sehr richtig, dass bei wenigen neuen Fällen auch über eine „Exit-Strategie“ beraten wird. Und ohne Compliance der Bevölkerung nützen die besten Maßnahmen nichts.

  • 13
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    GCIP
    26.05.2020

    Welche Basis haben denn die Reglementierungen überhaupt noch, sollte die Frage sein? Hier für alle Interessierten ein interesannter Link zum eigene Meinung bilden:
    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html
    Entspricht zwar nicht dem Mainstream, aber wenn man dem Bundesamt für Statistik nicht mehr glauben schenken kann wem dann?

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    Manara4
    26.05.2020

    Es ist zu hoffen, daß die soziokulturellen Zentren und Begegnungsstätten nicht vergessen werden. Diese leben u.a. durch die Einnahmen von Vermietungen für Familienfeier. Wenn diese jetzt in kleinem Kreis möglich sind, sollten auch diese Räume zur Verfügung stehen. Der Vorteil: kleiner Familienkreis in großen Räumen.

  • 40
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    klapa
    26.05.2020

    Der PM hat Recht. Direkte Familienkontakte, die Eltern, Kinder und Enkel in die Arme schließen zu dürfen, in vertrautem Familienkreis zu quatschen, bis die Sonne untergeht, von Staats wegen verboten; das rangiert für viele Menschen noch vor einem Restaurant-, Theater- oder Konzertbesuch oder einer beliebigen anderen Freizeitbschäftigung.

    Das Kontaktverbot in der Familie gehört zu den härtesten Einschränkungen der Grundrechte seit Wochen, weil es auch eine starke emotionale Komponente in sich trägt.

    Bundesliga ist möglich, aber Omas Geburtstag zu feiern, wie es sich gehört, ist nicht erlaubt? Das grenzt an Schizophrenie.