Trotz Corona: Sachsens Kirchen öffnen ihre Türen auch zu Ostern

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Die Kirchen wollen an ihren wichtigsten Feiertagen nicht auf Präsenzgottesdienste verzichten.

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2424 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    2
    inoino
    31.03.2021

    OlafF: "Für viele einsame Menschen ein spiritueller Ort, um der Einsamkeit durch Gemeinschaft zu entfliehen oder um Menschen beim Sterben zu begleiten."

    Andere Gemeinschaften/ Vereine/ Gruppen /Familien u.a. dienen auch dazu, Menschen die Einsamkeit zu nehmen und in schlimmen Situationen beizustehen - das ist doch kein Alleinstellungsmerkmal von religiösen Gemeinschaften...? Auch Spiritualität ist nicht an Glauben gebunden; manche finden sie in Musik- oder Kunstevents...warum sowas anders bewerten als Glauben?
    Kritik an der Sonderstellung religiöser Gemeinschaften/ Befindlichkeiten als "Neiddebatte" zu bezeichen, ist kein wirklich gutes Argument für die ungleiche Behandlung.

  • 2
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    OlafF
    31.03.2021

    @inoino:Ich hoffe Sie haben mich nicht missverstanden.
    Natürlich kann man den Glauben den Gläubigen nicht wegnehmen. Aber ihre Traditionen. Immer exakt zu den Feiertagen, Ostern und Weihnachten. Das bedeutet z.B. g e m e i n s a m e Gottesdienste, Grippenspiel, Kirchenchor und Gemeindeleben. Für viele einsame Menschen ein spiritueller Ort, um der Einsamkeit durch Gemeinschaft zu entfliehen oder um Menschen beim Sterben zu begleiten. Kirchen haben somit noch andere Aufgaben, welche sich Außenstehende kaum vorstellen können, welche höchstens alle paar Jahre einmal zu Weihnachten die Kirche aufsuchen. Es bringt nichts gegeneinander eine Neiddebatte mit Kulturvereinen Sportvereinen oder anderen Gemeinschaften auszufechten. Ich habe volles Verständnis dafür, dass die Kirche gerade jetzt und gerade deswegen ihren Gemeindemitgliedern und allen anderen Beistand geben will.

  • 1
    2
    Jemand
    31.03.2021

    Echo1: "Nicht alles, was sich christlich nennt, ist das auch. Erkennt, wer Christ ist!!!!!!!!!!

    Christen können rechts sein - Christen können links sein, Christen können die Todesstrafe befürworten oder sie ablehnen, Christen können Homosexualität als normal ansehen oder als schlimm ablehnen...woran soll man denn bei so einer Vielfalt "erkennen" wer Christ ist und wer nicht???

  • 5
    3
    Echo1
    31.03.2021

    Was ist das nur für ein Streit?
    Wer darf und wer nicht? Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
    Jedem seine Religion, seinen Verein, sein Training, seine Kneipe, seine Fankurve, sein OpenAir.
    Da müssen wir hinkommen. So wie bisher.
    Unsere Natur gibt es her. Da brauchen wir keine Angst zu haben. Hier möchte ich zu Ostern allen zurufen: Fürchtet Euch nicht.
    Die echten Gottesgläubigen werden dies verstehen. Das Paradies kann auch auf Erden sein. Das ist Humanismus im Jetzt.
    Nicht nur auf das Jenseits vertrösten.
    Nicht alles, was sich christlich nennt, ist das auch. Erkennt, wer Christ ist!!!!!!!!!!

  • 10
    2
    Jemand
    31.03.2021

    KTreppil: "Warum wohl schränkt man die Religionsausübung über Ostern nicht ein? Weil man eh keine überfüllten Kirchen zu befürchten hat?

    Nein, weil unsere beiden Kirchenkonzerne viel Rückenhalt bei unseren Politikern haben.

    KTreppil: "Werden die Muslime sich zum, am 12.4. beginnenden, Ramadan einschränken, nach Sonnenuntergang allein, vielleicht nur per Videotelefonie 'gemeinsam' essen? Wird man dies kontrollieren können oder wollen?"

    Vielleicht werden sie auch nur "gebeten", sich nicht zu versammeln. mal sehen.

    KTreppil: " Ich denke, das ist ein ganz sensibles Thema, wo man Konfrontation scheut, lieber aus dem Weg geht."

    Warum eigentlich? Wie schaffen es Religiöse immer noch, dass ihre Befindlichkeiten so überbewertet werden?

  • 5
    4
    KTreppil
    30.03.2021

    Ich opfere meinen letzten Kommentar für heute und hoffe auf Veröffentlichung. Glaube hin oder her, oder die Frage ob man eine Religionsgemeinschaft mit einem Sportverein gleichsetzt, dahingestellt. Ich persönlich gehöre zu denen, die eigentlich nur an Weihnachten in die Kirche gehen und diesmal gar nicht, aus Eigenverantwortung. Ich denke, dass es viele genauso tun und die Kirchen so und so nicht überfüllt sein werden. Warum wohl schränkt man die Religionsausübung über Ostern nicht ein? Weil man eh keine überfüllten Kirchen zu befürchten hat?
    Werden die Muslime sich zum, am 12.4. beginnenden, Ramadan einschränken, nach Sonnenuntergang allein, vielleicht nur per Videotelefonie 'gemeinsam' essen? Wird man dies kontrollieren können oder wollen? Ich denke, das ist ein ganz sensibles Thema, wo man Konfrontation scheut, lieber aus dem Weg geht.
    Es wäre einfach mal ratsam, wenn sich unsere Politiker mal das Prinzip Profisport anschauen, könnte man daraus wertvolle Anregungen ableiten?

  • 13
    6
    inoino
    30.03.2021

    OlafF: "Aber andere dafür verächtlich zu machen, wel sie ihren Glauben ausleben wollen, hieße ihnen das selbe Recht zu nehmen sich an etwas festzuhalten, um Kraft und Hoffnung zu schöpfen."

    So ein Unsinn - nur weil sich auch Glaubensvereine wegen Infektionsgefahr nicht treffen sollten - so wie es von allen anderen Vereinen gefordert wird - nimmt den Gläubigen niemand das Recht an ihrem Glauben festzuhalten...

  • 1
    3
    Erzsachse
    30.03.2021

    Jemand: Danke für die sinnvolle Ergänzung.

  • 2
    14
    OlafF
    30.03.2021

    Der eine glaubt an das Leben und die Kraft Gottes, und die andere an die Prophezeiungen von Virologen, sage ich als bekennender Atheist. Auch wenn die Mehrheit der Menschen alles hinnehmen ohne Zweifel, weil ihnen das in einer chaotischen Welt ein Gefühl der Sicherheit gibt, so ist es zu akzeptieren. Aber andere dafür verächtlich zu machen, wel sie ihren Glauben ausleben wollen, hieße ihnen das selbe Recht zu nehmen sich an etwas festzuhalten, um Kraft und Hoffnung zu schöpfen. Am Ende spielt es keine Rolle wer mehr oder weniger ist, denn wer glaubt tut es nicht aus staatsbürgerlichen Pflicht heraus, sondern aus seinem festen Inneren. Die Kirche als Institution kann man mögen oder meiden, aber sie dient nicht als Prellbock für das Unvermögen der Politik.

  • 13
    5
    Jemand
    30.03.2021

    Erzsachse: "Und das alles, obwohl lediglich 23 % der Einwohner Sachsens einer Kirche angehören und jährlich Hunderttausende in Deutschland aus der Kirche austreten."

    Wenn man dann noch die Mitglieder abzieht, die nur des Arbeitsplatzes wegen in der Kirche sind; und die religionsunmündigen Kinder, die ungefragt Kirchenmitglieder sind - und dann noch die Christen berücksichtigt, die das mit der Auferstehung sowieso nicht mehr glauben - dann ist es doch nur noch eine Handvoll Leute, für die Ostern ein "wichtiges religiöses Ereignis" darstellt.

  • 16
    2
    müllerruth
    30.03.2021

    Bleibt nur zu hoffen, dass die Gemeinden vernünftiger handeln als die übergeordneten Dienststellen und dass letztere keinen Druck aufbauen. Nur auf die Einsicht der Menschen zu bauen ist ein zweischneidiges Schwert. Wir " Anderen" mussten unsere Zusammenkünfte auch auf virtueller Basis gestalten, warum werden ohne Not diese Ausnahmen gestattet?

  • 5
    6
    Echo1
    30.03.2021

    Macht auf Tür und Tor. Lasst dem Leben seinen Lauf. Die einen haben ihre Lebenskraft mit Gott. Die anderen glauben auch so an sich und ihre Stärke.
    Angst vor Tod und Krankheiten sollten uns nicht beherrschen. Glauben wir an uns.
    Wir schaffen das! Glauben wir nicht an einen Ablasshandel. Die Heilsversprechen hatte schon Martin Luther erfolgreich bekämpft. Gesunder Menschenverstand und der Glaube an Gott und die Natur. Die letzte müssen wir nicht bekämpfen. Die ist mit uns. Dort ist nicht das Böse.

  • 13
    2
    thelittlegreen
    30.03.2021

    @1103455
    Trefflich formuliert: "Und genau in dieser Selbstverantwortung liegt eine große Kompetenz, die uns als Mensch zugesprochen wird."
    Und leider ist dies auch das Problem und die Achillesferse.

    Würde ein jeder öfter und verantwortungsbewußter das runde Ding zwischen den beiden Ohren benutzen, würden die aktuellen Verordnungen auf einen Bierdeckel passen.

  • 3
    16
    KTreppil
    30.03.2021

    Die vorherigen Kommentatoren haben im Prinzip alle recht, vor allem im Hinblick auf den Umgang mit unseren Kindern und den Freiheiten des Profisport. Aber, bitte bedenken...
    Bevor sich hier zu sehr aufgeregt wird, den kommenden vier freien Tagen liegt nun mal ein sehr hohes religiöses Ereignis zugrunde. Ostern bedeutet eigentlich nicht nur freie Zeit für verreisen und Ausflüge, sondern....
    Es wird nicht so schlimm viel los sein in den Kirchen, also keine Bange. Mitte April beginnt ein anderes wichtiges religiöses Ereignis, das wird sich wohl auch nicht gänzlich einschränken lassen, darum lässt man wohl auch die Kirchen im Dorf und die paar Kirchgänger rein.

  • 16
    0
    Erzsachse
    30.03.2021

    Klar 1103455, so kann man das auch darstellen. Hier handelt es sich aber um das Grundproblem der Privilegierung der Kirchen. Hier ein paar Beispiele:
    Wir bezahlen die Bischöfe aus Steuergeldern.
    Der Staat zahlt jährlich hunderte Millionen Euro an die Kirchen wegen eines 200 Jahre alten, umstrittenen Vertrages.
    Der Staat zieht für die Kirchen die Kirchensteuer ein.
    Und das alles, obwohl lediglich 23 % der Einwohner Sachsens einer Kirche angehören und jährlich Hunderttausende in Deutschland aus der Kirche austreten.
    Übrigens - Caritas und Diagonie haben erst kürzlich den so wichtigen Tarifabschluss für die Pflegekräfte verhindert. Halleluja.

  • 20
    3
    Jemand
    30.03.2021

    Dass die Kirchen trotz steigender Infektionszahlen auf Zusammenkünfte nicht verzichten wollen, ist das Eine; dass ihre Treffen nicht wie alle anderen einfach verboten werden - das ist der größere Skandal. Hier wird die anachronistische Verfilzung von Politik und Religion wieder mehr als deutlich.

  • 11
    39
    1103455
    30.03.2021

    Gut, dass es diese Möglichkeiten gibt. Jeder kann selbst entscheiden, ob er es braucht, sogar die Kritiker.
    Und genau in dieser Selbstverantwortung liegt eine große Kompetenz, die uns als Mensch zugesprochen wird. Wollen wir das nicht?
    In den Kirchen herrscht eben doch ein anderes Klima, als auf Partys und sogar als auf dem Fussballplatz...

  • 38
    5
    marvelino
    29.03.2021

    Es wäre durchaus wünschenswert gwesen, wenn die Kirche auf Präsenzgottesdienste zu Ostern mit der gleichen Selbstverständlichkeit vezichtet hätte, wie sie es bei der Aufklärung der unzählichen Missbrauchsfälle getan hat. Seit jahrhunderten fehlt da jeglicher Bezug zur Realität! Einfach nur widerwärtig und verlogen!

  • 30
    1
    summerfeeling
    29.03.2021

    Kann nicht wahr sein...

  • 43
    1
    Erzsachse
    29.03.2021

    Wieso dürfen Gläubige in Kirchen zusammen kommen und Kinder und Jugendliche nicht auf dem Sportplatz, im Freien, trainieren?
    Gilt die Coronaschutzverordnung nicht für alle?
    Da fehlt einem jedes Verständnis, aber der MP ist ja praktizierender Katholik.

  • 35
    3
    Nachgefragt4
    29.03.2021

    Fußball Bundesliga und Kirche ist erlaubt aber Kinder dürfen nicht in die Kita oder in die Schule????? Und da kommt der neuerliche Vorschlag in der neunen Coronaschutzverordnung auch besonders gut. Wenn Eltern welche ihre Kinder in die Kita bringen, wöchentlich 2 Corona Tests machen müssen wobei nur einer kostenlos ist. Was ist das wieder für ein toller Vorschlag? Es gibt evtl auch Menschen die haben dafür keine ca. 40€ in der Woche übrig aber das ist natürlich den gewählten Volksvertretern egal. Das wird bestimmt wieder so ein Müll wie das mit der Maske beim Autofahren. Nur noch lächerlich...

  • 59
    9
    Johannludwig
    29.03.2021

    Wenn man nicht impfen kann, muss man beten! Irgendwie logisch!?

  • 36
    36
    StuhliPeter
    29.03.2021

    Die Kirche geht mit gutem Beispiel voran. Das brauch Deutschland.

  • 80
    13
    Kiki
    29.03.2021

    Religion und Fußball... was haben wir Glück, dass dies oberste Priorität in diesem Land hat!