Tschechische Grenzen bleiben wegen Coronavirus monatelang geschlossen

Ein Besuch im tschechischen Nachbarland ist für mindestens ein halbes Jahr nicht mehr möglich. Wie es mit Pendlern weitergeht, hängt von deren Verhalten ab.

Die tschechischen Grenzen sollen wegen der Coronavirus-Gefahr «viele Monate» für Ein- und Ausreisende geschlossen bleiben, mindestens aber ein halbes Jahr. Das sagte der Leiter des tschechischen Coronavirus-Krisenstabs, der Epidemiologe Roman Prymula, am Sonntag im Fernsehsender «Prima». Ausländer dürfen ausreisen, aber nicht wieder einreisen.

Ausnahmen gelten für grenznahe Berufspendler, die in Sachsen, Bayern und Österreich arbeiten. Werde diese Sonderregelung massiv von Unberechtigten missbraucht, höre die Gutmütigkeit auf, warnte Innenminister Jan Hamacek. Auch Lkw-Fahrer dürfen die Grenzkontrollstellen passieren, um den Warenverkehr zu gewährleisten.

Die Regierung in Prag plant zudem, die strikten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Bevölkerung zu verlängern. «Ostern wird nicht so sein, wie wir es gewohnt sind», sagte Prymula. Es werde weder Familienbesuche noch Kirchgänge geben. In Tschechien müssen die Leute in der Öffentlichkeit eine Mund- und Nasenbedeckung tragen, Schulen und die meisten Geschäfte sind geschlossen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus stieg am Sonntag mit 1047 erstmals über die Tausender-Marke. Davon werden 19 Patienten auf Intensivstationen behandelt.


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