U-Ausschuss zur Treuhand: Waigel und Köhler vorladen

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14Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Freigeist14
    08.05.2019

    Im Bereich Kommerzielle Koordinierung wurden wie in einer Schattenwirtschaft Devisen und s.g. Marktreserven für den "Ernstfall eines Kreditboykotts westlicher Banken angesammelt .Schalck G. :"es gab einen Sockel von Vermögenswerten ,der nicht angetastet wurde."Die staatliche Finanzrevision stellte Anfang 1990 Valutareserven in Höhe von 8.320,8 Mrd . und weiteren 17.9 Mrd. Mark der DDR fest . Verstecktes Geld, von dem das Politbüro keine Kenntnis besaß . Das ist leider Fakt . Denn das Geld wurde dem Staatshaushalt vorenthalten (Klaus Blessing)

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    Freigeist14
    08.05.2019

    Acals@ von mir gibt es ausschließlich sachliche Kommentare . Der Runde Tisch wurde über die Verschuldung informiert ,nicht anders herum . Grhard Beil unterrichtete Christa Luft ,das die Schulden in Valuta nicht 10 sondern ca.20 Mrd .Dollar betragen. Und in einer Analyse vom 31.Oktober 89 wurde unverblümt beschrieben,das ab 1990 der Lebensstandard in der DDR um 25-30 % sinken müsse,um die explodierende Westverschuldung zu stoppen..Die DDR würde unregierbar .Gerhard Schürer - der heute gern zitiert wird-sagte später zu den Zahlen :"Wir wollten im Politbüro mal einen richtigen Aufschrei loslassen,damit sich was ändert." Denn : Schalk-Golodkowski verschwieg eine eigene ,geheime Zahlungsbilanz des Bereichs Kommerzielle Koordinierung .Dort waren mehr Forderungen als Verbindlichkeiten in Valuta im Bestand .Auch waren die Außenstände der SU u.a. sozialistischer Staaten nicht mitgerechnet .Die Deutsche Bundesbank berichtete 1999 in der >Zahlungsbilanz der ehemaligen DDR 1975-1989< das der Schuldenstand der DDR am Vortag der Währungsunion 19,9 Md. DM ( nicht Dollar) betrug . An solchen Zahlen stirbt kein Staat . Denken Sie ,acals@ mal an heutige Verschuldungen ...

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    acals
    08.05.2019

    Ich freu mich über Ihren sachlichen Kommentar, Herr freigeist.

    Sie dürfen gerne Ihre Meinung zu den 15 Mrd haben (die Quelle bitte im Quelltext), ich verweise nüchtern auf:
    https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/ddr-regierung-zu-gast-in-bonn-353986

    und dort gegebene Infos.

    Am Ende ist es der runde Tisch gewesen, der der übriggebliebenen Nomenklatura klargemacht hat das die Wirtschaft vor dem Kollaps steht. (Wenn Sie Leuna, Buna, Wolfen, Piesteritz, Bitterfeld, Fahlberg-List von innen gesehen hätten, wären wohl auch Ihnen leichte Zweifel am Zustand gekommen.) Modrow selber war das mehr oder weniger auch klar, er musste es aber nach aussen transportieren.

    In meinem obigen Link steht angegeben, dass die Bundesregierung die Bevölkerung der DDR ohnehin schon zu unterstützen begann. Ich kann live erzählen, dass das Krankenhaus meines Ehrendienstes so ein (modernes) Beatmungsgerät erhalten hat. Zwei Menschenleben sind damit gerettet worden ... deren Bilder habe ich noch heute vor mir (als Sitzwache haltender).

    Ich sprech dann nicht über diverse kleine DM Investitionen - denn die zweistelligen Mrd DM Schulden wären nun mit solcherlei Geplänkel nicht weg - und konkurrenzfähigkeit nicht hergestellt.
    (Was meinte eigentlich Modrow, wer am Ende für diese Schulden aufkommen sollte?) Meine Stammabteilung durfte einen 20 Mio DM Auftrag nicht umsetzen, weil dafür 1 Mio DM aufzuwenden gewesen wären. (Beschluss SED-Leitung der Abteilung selber) Mit diesem Geld wäre die Stammabteilung auch im Ausstoss (von der Weltpatentlage her war sie es) international konkurrenzfähig geworden. Der hilflose Versuch eine up-gescalte Produktion aufzubauen scheiterte, weil die zentrale Werksverwaltung keine 2500,. DM für ein BMSR Modul bereitstellte (Die Abteilung müsste mal nachweisen das sie Devisen einwerben könnte ...). Der zuständige verfahrenstechniker sass mir gegenüber - er hat dauergeheult.

    Nun aber nochmal zu den Mrd DM Investitionen: Die MeOH Anlage in Leuna! Das wäre ein 1. Bsp. (Gekauft ohne gewisse innere Zuschlagsstoffe- die könnte man ja in Leuna selber ... nun ja ... mit der richtigen fabrik schon) Die Rohöldestillationsanlagen wären ein 2. Bsp. Es war jetzt möglich "noch tiefer" zu spalten, deswegen gabs dann keinen Teer/Bitumen mehr. Aber- derselbe Betrieb und hier mal professionell durchgezogen. Refinanzierung ok, Devisenbringer! Schwefelfreies- besser -armes benzin: Was da im Westen angeboten wurde kam aus Leuna. Diese hier sinnvoll durchgezogenen Investitionen - und ergänzende nach der Wende- haben Bestand geschaffen und haben Arbeitsplätze erhalten. Das zeigt plakativ das nicht pauschal plattgemacht wurde - wie in vielen anderen Fällen auch. Diese Leuchttürme gaukeln aber - so meine Meinung - vor, die Wirtschaft wäre als Ganzes iO, was nicht der Fall war.

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    Freigeist14
    08.05.2019

    acals@ Hans Modrow war nicht der Bittsteller ,wie Sie ihn gern darstellen . Der visafreie Reiseverkehr hatte bei dem starken Ost/West-Gefälle sich sehr verschärfende Auswirkungen auf die DDR . Da hatte Modrow den Plan einer Vertragsgemeinschaft und eine Lastenausgleich für die Reparationszahlungen ,die nach dem Zweiten Weltkrieg allein die DDR geleistet hatte Mit einer Zahlung von 15 Mrd.DM für 1990 und 1991 sollte die BRD nun ihren Teil tragen . Quelle :Zeitung OXI 4/19 . Die Investitionen in Industrieanlagen mit Valuta zwischen 1982 -1987 sind allgemein bekannt . Recherchieren Sie doch selber . Mir persönlich sind das Gelenkwellenwerk Zwickau -Mosel bekannt und die MAN -Rollenoffset -Druckmaschine für mehrere Mill.DM für die Großdruckerei Pößneck um 1987 .

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    acals
    07.05.2019

    Also wir halten fest - Investitionen in Größenordnung in DM aus dem westlichen Ausland gab es nicht ... ich bitte immer noch um Beispiele!

    Alleine zu Beginn der 80 Jahre gab es es zweistellig Mrd DM Defizit Import vs Export.
    Die Industrie wurde auf Verschleiss gefahren. zB Fahlberg-List hat seinen synthetischen Zucker noch in der Original-vor-WK Anlage gemacht, Leuna sein Synthese in der reparierten Winkler Anlage vor-WK2 usw. Dazu kamen die exorbitanten Umwelt- und Bodenverschmutzungen. Auch bei Luft war der SO2 Ausstausch in der DDR 15x Höher als in der BRD. Aus solchen Gründen lag die Lebenserwartung im Chemiedreieck 5 Jahre unter Schnitt gesamt-DDR. Das lag im Panzerschrank.

    Dow-Chemical hat beispielsweise für Buna kein Geld an die Treuhand bezahlt, sondern mind. 500 Mio DM bekommen: Für fach- und sachgerechten Rückbau, Dekontamierung, Entsorgung, Mitarbeiterqualifikation ...

    usw usf

    Modrow war dies alles klar. Er wollte von Helmut 15 Mrd DM um die marode DDR Wirtschaft notdürftig zu renovieren ...

    Sie haben das @Haecker, zu Beginn Ihres Kommentars sehr schön beschrieben: Wer entschied? Wie wurde finanziert?

    Wer entscheidet im kollektivierten BMW Werk welche Investition getätigt wird? Woher kommt das Geld - vor allem dann wenn der Verkauf nicht läuft bzw. profitabel ist? Für die DDR kennen wir die Antworten. Hier wissen wir auch, dass 25 % der Einnahmen in Subventionen gesteckt wurden - und das trotz billigstem Brots etc und abgesehen von Neubau die Altbauwohnungen "von der Tapete" zusammengehalten wurden, dass die Autos in den letzten 25 Jahren praktisch keine Veränderung erfahren haben (und das ein 15 Jahre Trabbi teuer als ein Neuer war) usw usf

    Es fordert keiner aus der Regierung, aus den individuellen Parteien - aber es wäre für die ostdeutsche Bevölkerung erhellend zu erfahren welche Investitionen in Produktion nicht getätigt wurden, somit zum Kollaps der Wettbewerbsfähigkeit geführt haben - damit zu wiederum geringeren Deviseneinnahmen, und letztlich zu Zwangsabwicklung und Arbeitslosigkeit. Hier sitzen die Verantwortlichen.
    Ich kann gerne einen 1. Hand Bericht abgeben - der den Ruin einer weltweit anerkannten Forschungs- und Produktionselite gebracht hat; auf Beschluss der Betriebsparteiführung. ...

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    Haecker
    07.05.2019

    @acals: Es gab schon Modernisierungen in DDR-Betrieben. Die Frage ist nur: Wer und wie hatte darüber entschieden und wie wurden diese finanziert? Die Entscheidung darüber fiel nicht in den Betrieben oder Kombinaten und es ging nicht nach der Leistungsfähigkeit der Unternehmen, sondern nach gesamt-volkswirtschaftlichen Interessen. Und da sind wir dann beim Thema "hinterlassener Scherbenhaufen", zumal die Finanzierung wie überall erfolgte: mit Krediten. Damit wurden aber nicht die belastet, die über die Investitionen entschieden, sondern die Betriebe bzw. Kombinate. Das hat - zumindest in den ersten Jahren - für manchen Betrieb, der vielleicht zu erhalten gewesen wäre, zum "Aus" geführt. Später musste die Treuhand bzw. die BvS - nach Prüfung und Zustimmung durch das Wettbewerbskommissariat der EU - für die Kredittilgung mitunter Beihilfen gewähren.
    @freigeist14: Auch ich habe damals die Reihenfolge "Sanierung vor Privatisierung" für richtiger gehalten. Ob das wirklich so viel gebracht hätte, sollten Wirtschaftshistoriker diskutieren (siehe Hankman), wobei da vermutlich Glaubensfragen eine Rolle spielen werden. Das Wegbrechen des Ost-Handels nach Einführung der D-Mark war absehbar. Man glaubte, das mit Hermes-Bürgschaften mildern zu können, was aber zweifellos nur teilweise gelang. Aber die D-Mark wurde uns nicht aufgezwungen. Wie ich unten schon schrieb: "Kommt die D-Mark nicht nach hier, gehen wir zu ihr" und manche glaubten dann, es könne einen noch günstigeren Wechselkurs geben. Dabei haben manche DDR-Bürger im Januar/Februar 1990 in Westberlin die D-Mark im Kurs von 10 : 1 und sogar 20 : 1 gekauft.

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    acals
    07.05.2019

    Die Diskussion nimmt Fahrt auf.

    Bitte 3 Beispiele für Investitionen über 1 Mrd DM in den 80'er jahren in der DDR.

    Gerne auch - nur zur Klarstellung und Tatschenaufbereitung - was die Frage von Hans Modrow an H. Kohl anläßlich seinen Besuchs bei ihm war; mit ebendiesem Anliegen war Modrow vorher bei den freunden, sprich Gorbatschow.

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    Freigeist14
    07.05.2019

    Haecker@ soweit sind wir doch gar nicht von einander entfernt . Das es einen harten Bruch -vor allem in der Textilindustrie - geben musste , war absehbar . Der Niedergang der westdeutschen Textilindustrie in den 70iger Jahren wurde 1990 in der DDR nachgeholt . Aber es gehört zur Wahrheit,das die DDR in den 80iger Jahren hochmoderne Anlagen für viele Industriebereiche aus dem westlichen Ausland importierte .Aber wenn am von einem Tag auf den anderen (1.Juli 1990) die Märkte wegnimmt ,kann man produzieren ,was man will. Totes Kapital und wertlos .Es ist eine Mär,das alles >marode< war . Im Vergleich zur BRD war man kaum wettbewerbsfähig . Aber gemessen an anderen westeuropäischen Ländern sehr wohl . Für Differenzierungen war nach dem Tod Rohwedders kein Platz mehr. Keine -Sanierung und Verkauf danach- mehr sondern Privatisierung um jeden Preis auch um die Gefahr der Abwicklung . Ein Freibrief für Glücksritter und Hasadeure - gedeckt vom Finanzministerium ,dass es für offensichtliche "Fehler " und "unsaubere Praktiken "keinen Verfolgungszwang" geben wird . (Horst Köhler ).

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    Haecker
    06.05.2019

    @Hankman: Es ging 1990/91 natürlich "holterdipolter" (oder so ähnlich). Natürlich gab es "Goldgräber" ("Wirtschaftskriminalität" ist sicher nicht falsch) und die hatten auch Drähte in die Treuhand, aber ja nicht unbedingt in deren Spitze - schließlich war das ein Riesenapparat, der aus dem Boden gestampft wurde. Natürlich kamen nicht nur Gutmeinende und Erstklassige - es kamen auch Erstklassige, die es nicht gut meinten und es kamen Gutmeinende, die aber nicht erstklassig waren. Mancher Direktor oder Generaldirektor hat seinen Betrieb verkauft, mancher unbeabsichtigt, wurde "aufs Kreuz gelegt", mancher aber auch durchaus bewusst, seiner persönlichen Zukunft wegen. Es gab West-Ost-Seilschaften, in denen DDR-Wirtschaftsfunktionäre vielleicht nicht an der Spitze standen, aber doch auch keine kleine Rolle spielten. Es gab bei Investoren und in der Treuhand selbst auch Fehleinschätzungen der tatsächlichen Lage (Umweltbelastungen, Kostenverschleierungen usw.). Viele von uns haben Ende der 1980er Jahre/1990 schon geahnt, wie es um so viele Betriebe hier tatsächlich bestellt war, während in der Bundesrepublik so mancher hinter solchen Darstellungen "antikommunistische Ressentiments" vermutete - man hatte gute und preiswerte Produkte kennengelernt, über die tatsächlichen Umstände von deren Produktion (tatsächliche Produktionskosten, Umweltkosten usw.) wusste man aber nichts. Die Treuhand sollte aus der Privatisierung der DDR-Betriebe einen Gewinn erzielen, fuhr aber ein riesiges Defizit ein.
    Und was den Populismus betrifft: Da ist das Schüren von Ängsten und daran anknüpfend Heilsversprechen durch einen Systemwechsel (den hat das gesamte Jahr 2018 hinweg der sächische Landesverband der Linkspartei auf einer seiner Homepage vorgeschalteten Seite ganz unverblümt gefordert).
    @Freigeist14: Dass die schnelle Einführung der D-Mark und der Umtauschkurs von 2 : 1 nicht unbedingt ökonomisch vernünftig waren, ist ein "alter Hut". Aber wie hieß es: "Kommt die D-Mark nicht nach hier, gehen wir zu ihr". Am 05.04.1990 gab es in Karl-Marx-Stadt und anscheinend auch in anderen Städten der DDR Demonstrationen gegen den bekannt gewordenen Umtauschkurs. "Wir fordern 1 : 1" lautete die Losung. Lafontaines ökonomisch durchaus begründete Warnungen haben der SPD nicht erst zur Bundestagswahl viele Stimmen gekostet. Sie trafen nicht den Nerv der Menschen hier und waren deshalb politisch eher kontraproduktiv.

  • 5
    2
    Freigeist14
    06.05.2019

    Haecker@ was erinnert Sie denn an "Weimar " ? Heute noch gar nichts gehört von einer "Querfront " . Niemand will die DDR -Wirtschaft von ihren Fehlern und Mängeln freisprechen. Gegen das Vergessen : Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sprach sich klar gegen eine Währungsunion aus . In einem Brief an Kohl im Februar 1990 stellten die "Wirtschaftsweisen" fest,dass die schnelle Einführung der D-Mark keine langfris´tigen Vorteile für die DDR bringen würde,sondern das Gegenteil .Kritische Ökonomen warnten u.a."Der rasche wirtschaftliche Anschluss der DDR wäre eine Abenteuer mit nicht ungewissen ,sondern sehr gewissen Ausgang: mit dem Zusammenbruch großer teile der DDR-Wirtschaft,die ohne den Schutz der eigenen Währung mit niedrigem Wechselkurs nicht international konkurrenzfähig wären.Es wird offenbar bewusst kalkuliert ,das die gewaltigen sozialen Kosten eines raschen Anschlusses dem alten System angelastet werden. " Emil Altvater .

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    Hankman
    06.05.2019

    @Haecker: Wenn Sie wirklich mal Linkspopulisten sehen wollen, schauen Sie nach Italien. Die Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo ist ein Paradebeispiel für diese Kategorie. Aber die deutsche Linke? Ne, das halte ich für abwegig. Gerade im Osten ist sie viel zu etabliert und fast bürgerlich. Dass Parteien manchmal populistische Thesen raushauen oder solche Themen setzen, das kommt bei den meisten anderen auch vor. Denken Sie mal an CSU (!!), CDU, SPD, selbst FDP und Grüne sind dagegen nicht gefeit. Und über die AfD brauchen wir hier erst gar nicht zu reden.

    Was die Treuhand-Aufarbeitung betrifft: Ich bin sehr dafür. Nicht alles, was da passiert ist, lässt sich mit dem von Ihnen ins Feld geführten "Scherbenhaufen" erklären, nicht alles als "Fehler" abtun. In der Treuhand gab es bei allem ehrlichen Bemühen und positiven Wirken auch einen guten Anteil Wirtschaftskriminalität. Und es gab gravierende politische Fehler. Darüber sollte man mal reden, um daraus zu lernen. Ich denke aber, ein U-Ausschuss eignet sich dafür nicht sehr gut - das ist eher ein Fall für eine Historiker-Kommission. Aber bitte mit unvoreingenommenen, unbelasteten Leuten aus West und Ost.

  • 0
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    Interessierte
    06.05.2019

    Ich frage mich auch , warum man da jetzt erst kommt , wo man das doch 1998 schon einmal ´aufgearbeitet` hatte und Fehler bzw. Betrug festgestellt hatte .....
    Aber das waren junge Leute , die leben sicherlich noch ...
    Die sollten einen Kredit aufnehmen , wenn das Geld schon ausgegeben wurde und an "uns" zurück zahlen - oder in den Knast kommen .....
    Wobei ich mir gar nicht vorstellen kann , dass die das "selbst" behalten konnten ..
    Wohin - sind denn diese Milliarden gegangen ????????????

    Gestern stand im Video-Text
    Die Treuhand hatte von 1990 bis 1994 gewirkt
    Anstalt zur Treuhänderischen Verwaltung des - Volkseigentums
    Von der letzten DDR-Regierung gegründet und sollte die Privatisierung vornehmen
    Und das unterstand später dem - Bundesfinanzministerium

  • 2
    7
    Haecker
    06.05.2019

    Toll! Da wollen also die Rechtspopulisten den Linkspopulisten helfen, vom Scherbenhaufen abzulenken, den diese nach ihrer 40jährigen Herrschaft hier hinterlassen haben. Für die danach folgenden Probleme wollen also beide diejenigen verantwortlich machen, die den Scherbenhaufen beseitigen sollten - und dabei natürlich Fehler machten. Ob sich Linke und AfD noch kriegen? Ein bisschen erinnert das aber an Weimar.

  • 2
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    Nixnuzz
    04.05.2019

    Lieber Hr.Bartsch: Bei allem Verständnis - aber sie kommen 2 Jahrzehnte zu spät. Und wer soll bei einem "Schuldspruch" bei vermutlich abgeschafftem Soli noch den Schaden wie bezahlen? Wir dummen Wähler der damaligen "Wiedervereinigungs-Parteien"? Die mit damaliger "Dienst-Immunität" ausgestatteten Macher und deren Mitstreiter dürften einem Gedächtnisschwund unterliegen - echt oder alt.. Manche gibts wohl nicht mehr - natürlich oder gewaltsam.. Ob sie damit wirklich mehr Stimmen für ihre Partei bekommen können - vielleicht ein paar. Gründen sie mit anderen Engagier-ten oder -baren einen Verein oder ähnliches und sammeln sie Betroffene ein. Seien sie Anlaufstelle ausserhalb des Beamten- und Ministerialbetriebes. Bauen sie eine Web-Seite mit Fragen und Problem-Kästchen zum abhaken auf und werten aus. Dann aber bitte schnell. Die Biologie ist gegen sie.