Ulbig: Kriminalitätsanstieg vor allem durch Zuwanderer

Zwar sinkt die Zahl der neuankommenden Asylbewerber, die der in Sachsen lebenden Zuwanderer ist aber 2016 gestiegen. Das schlägt sich auch in der neuen Kriminalitätsstatistik nieder.

Dresden (dpa/sn) - Die Kriminalität in Sachsen hat nach einem Rückgang 2015 im vergangenen Jahr wieder zugenommen. Innenminister Markus Ulbig (CDU) führt das «im wesentlichen auf den Anstieg bei den tatverdächtigen Zuwanderern zurück». Ihr Anteil an allen 93 340 ermittelten Tatverdächtigen sei im vergangenen Jahr von 6,7 auf 10,2 Prozent gestiegen, sagte er am Mittwoch in Dresden bei der Vorlage der Polizeilichen Kriminalstatistik.

Dies sei auch vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Zahl der im Land lebenden Zuwanderer zu sehen. 2015 waren es 55 233, im vergangenen Jahr 63 425. Hinzu komme, dass es sich bei einem großen Teil der Zuwanderer um Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren handele. In dieser Gruppe gibt es laut Ulbig allgemein - auch unter Deutschen - mehr Kriminalität.

Zugenommen haben im vergangenen Jahr vor allem Gewaltdelikte und Wohnungseinbrüche, und zwar um 14 beziehungsweise 10 Prozent. Insgesamt wurden im Freistaat 324 736 Straftaten registriert - 9875 mehr als 2015. Die Aufklärungsquote stieg leicht auf 55,8 Prozent.

Die politisch motivierte Kriminalität nahm insgesamt ab, was aber nur auf einen starken Rückgang der Taten im linken Spektrum von 1058 auf 671 zurückzuführen ist. Die Zahl der Straftaten mit rechtsextremen Hintergrund stieg dagegen weiter - auf 2468 Fälle. Darunter sind vor allem Sachbeschädigungen, aber auch 19 Brandstiftungen und zwei versuchte Tötungsdelikte.

Von den im Zusammenhang mit den knapp 4700 Wohnungseinbrüchen ermittelten 834 Tatverdächtigen stammte jeder fünfte aus dem Ausland, vor allem aus Tunesien, Tschechien und Georgien. Schwerpunkte waren die großen Städte «mit Leipzig als regionalem Schwerpunkt», sagte Landespolizeipräsident Jürgen Georgie. Große Steigerungen gab es erneut bei Diebstählen aus Boden- und Kellerräumen.

Es sei aber festzustellen, «dass trotzdem das Risiko, im Freistaat Opfer eines Einbruchdiebstahls zu werden, geringer ist als an vielen anderen Orten». Während in Sachsen 115 Einbrüche auf 100 000 Einwohner kämen, habe die Zahl bundesweit 2015 bei 206 Einbrüchen pro 100 000 Einwohner gelegen.

Rückläufige Fallzahlen gab es bei den Kfz-Diebstählen und der Rauschgiftkriminalität im Zusammenhang mit der Droge Crystal. Während die Zahl der Drogendelikte insgesamt fast konstant blieb, sank sie bei Crystal von 4225 Fällen auf 3706. In rund 40 Prozent aller Fälle ging es um Cannabis-Produkte.

Auch bei der Gewaltkriminalität spielten laut Statistik zunehmend Zuwanderer eine Rolle - vor allem bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung. Ein großer Teil der Taten geschehe aber «unter den Zuwanderern, auch in den Unterkünften», sagte Georgie, ohne dies genauer zu quantifizieren. Dies gelte auch für die Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung - die von Beleidigungen bis zu versuchten oder vollendeten Vergewaltigungen reichten.

Das Gros der Zuwanderern zugerechneten insgesamt 18 828 Straftaten waren Diebstahlsdelikte. In 4420 von 6561 Fällen handelte es sich um Ladendiebstahl. Auch 2560 sogenannte Beförderungserschleichungen - also Schwarzfahren - waren darunter.

Fast 40 Prozent aller von Zuwandern begangenen Straftaten wurden laut Ulbig durch sogenannte mehrfach-intensiv-tatverdächtige Asylbewerber (MITA) verübt, von denen es in Sachsen 685 gebe. Sie stammten vor allem aus Tunesien (140), Marokko, (106) Libyen (101) und Georgien (84). «Ein kleiner Teil von circa einem Prozent ist für einen großen Teil aller Zuwandererstraftaten verantwortlich.»

Der Innenexperte der CDU-Landtagsfraktion, Christian Hartman, forderte für die MITA eine «Null-Toleranz-Strategie von unserer Polizei und den Gerichten». Wiederholungstäter müssten schnell ermittelt und hart bestraft werden. «Wer sich partout nicht an Recht und Gesetz halten mag, der muss unser Land wieder verlassen.»

Sein Grünen-Kollege Valentin Lippmann sprach sich dafür aus, die Kriminalitätsentwicklung unter Zuwanderern weiter zu beobachten. Dennoch kritisierte er die von Ulbig geführte Sonderstatistik. «Sie stigmatisiert alle in Sachsen lebende Ausländer und schürt Ressentiments jedes Jahr aufs Neue, zumal dann, wenn sie ohne jegliche Interpretation oder Vergleichszahlen präsentiert wird.»

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5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 17
    1
    Einspruch
    29.03.2017

    Jeder Normaldenkende hat das vorher gewusst.
    Die Spatzen haben es von den Dächern gepfiffen.
    Aber jetzt ist es amtlich.
    Mit den Zuwanderern kamen und kommen jede Menge Kriminelle.
    Und was wird dagegen getan? Die Kriminellen werden um verteilt, wie letztens in dem Bericht vom Asylheim Schneeberg. Gefährder und Salafisten werden beobachtet anstatt fort gejagt. Neuerdings haben wir eine islamistische Szene, Schwerpunkt Leipzig. Aber ein Grüner Lippmann fängt schon wieder an zu bagatellisieren und Entschuldigungen zu suchen, unglaublich. Das ist keine Stigmatisierung sondern die Spitze des Eisberges von der unbequemen Wahrheit.
    Äh.. und wann kommen denn nun die versprochenen gut zu integrierenden Fachkräfte??

  • 16
    2
    1953866
    29.03.2017

    Natürlich sind WIR daran schuld. WIR sind nicht in der Lage die traumatisierten Flüchtlinge zu integrieren. WIR müssen uns fragen, wie es mit unserer "Fremdsprachenkompetenz" aussieht, wenn darauf hingewiesen wird, dass Flüchtlinge die deutsche Sprache nach Monaten nicht beherrschen:
    http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/AUE/Ohne-Deutsch-klappt-s-nicht-mit-der-Integration-artikel9868086.php#kommentare
    Von Pegida-Demos erfährt man nur, wenn am Rande der Demo Zwischenfälle, sprich Schlägereien nicht ausgelöst von Pegida vorkommen. Und wenn Polizeifahrzeuge, oder das Auto eines Wissenschaftler aus Dresden, der ernsthaft behauptet bei Pegida handelt es sich größtenteils um normale Bürger, abgefackelt wird, dann ist bei einigen Foristen Funkstille.

  • 19
    2
    Tauchsieder
    29.03.2017

    Nicht die Auflistung dieser Tatsachen ist wichtig Hr. Ulbig, dies weiß eigentlich jeder normal denkende Bürger, die Konsequenzen die sich daraus ergeben müssten interessiert die Bürger, nur die Konsequenzen !!! Leistet hier der Staat etwa Vorschub für diese kriminellen Handlungen durch Unterlassung ?

  • 23
    0
    BlackSheep
    29.03.2017

    Noch vor einem Jahr waren das alles "Nazis" die das gesagt haben. Schon auffälig wie sich die Aussagen änderen wenn es auf die Wahl zugeht.

  • 20
    5
    maxmeiner
    29.03.2017

    Das kann doch garnicht sein! Sollten uns die Medien, die Polizeistatistiken und die Wilkommensjubler willfährig belogen und getäuscht haben mit ihrer gekünstelten Empörung über die Wut und den Protest gegen die importierte Kriminalität ihrer Schützlinge und ihrer Gäste? Und wie es mit unliebsamen Statistiken üblich ist, auf einmal werden aus "Flüchtlingen" "Zuwanderer", ein perfides Wortspiel um Erklärungs und Deutungsversuche - und hinterhergeschoben "es sind auch Deutsche dabei" - um schnell noch zu Relativieren. Nur, daß die Deutschen mit einer rückläufigen Kriminalität erst dafür gesorgt haben, daß die Polizei mangels Aufgaben z.B. im Erzgebirge reduziert wurde - vor Merkels Massenschleuserei. Also, werte FP, jetzt ist es amtlich, daß die von Ihnen gebetsmühlenartig als Flüchtlinge titulierten "Zuwanderer" die Kriminalität überreichlich ansteigen lassen. Natürlich können die politischen Redakteure nun diese für sie unangenehme Lesermeinung wieder einmal unter den Tisch kehren und verschwinden lassen, wie in letzter Zeit des öfteren geschehen, das ändert aber nichts an der neuen Kriminalstatistik, um die auch überzeugte Medienpolitruks nicht herum kommen.



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