Umstieg auf LED: Neues Licht für Dresdner Frauenkirche

Der Sandstein der Dresdner Frauenkirche dunkelt nach, die nächtliche Silhouette könnte irgendwann nicht mehr zu sehen sein. Dagegen wird jetzt etwas unternommen.

Dresden (dpa) - Die mächtige Sandsteinkuppel der Dresdner Frauenkirche soll in ein besseres Licht getaucht werden. Höhentaugliche Experten tauschen dort wie auch an der Fassade und der Laterne die 40 veralteten Leuchten aus, die das weltberühmte Gotteshaus nachts anstrahlen. «Über die Jahre und mit zunehmender Patinierung dunkelt der Sandstein nach und reflektiert immer weniger Licht», erklärte der leitende Architekt der Stiftung Frauenkirche, Thomas Gottschlich, am Dienstag.

Bis Monatsende werde die Silhouette des Bauwerks in neuem Licht stehen und LED-Technologie für eine bessere und zudem gezieltere Außenbeleuchtung sorgen. Die Kosten der Installation, bei der auch Industriekletterer im Einsatz sind, liegen bei rund 82 000 Euro.

Spezialisten der Elektrofirma, die bereits am Wiederaufbau beteiligt war, wechseln seit Anfang Juni die alten Leuchten aus - je acht am Laternenschaft und den kleinen Kuppelgaupen sowie 24 an den Treppenturmrückseiten. An unzugänglichen Stellen kommen Industriekletterer zum Einsatz. Nächste Woche ist laut Gottschlich eine erste Leuchtprobe.

Die Kosten werden aus Spenden finanziert. Die Fördergesellschaft der Frauenkirche sammelte die nötigen Gelder, die die Kuppel im Stadtpanorama langfristig sichtbar halten sollen. «Die modernen Scheinwerfer sind außerdem langlebiger, sparsamer im Verbrauch und kostengünstiger», sagte Gottschlich.

Die 1726 bis 1743 errichtete und im Februar 1945 eingestürzte Frauenkirche wurde ab 1994 originalgetreu unter Verwendung von Trümmersteinen wiederaufgebaut und im Oktober 2005 wieder geweiht. Menschen, Firmen und Institutionen aus aller Welt spendeten gut zwei Drittel der Baukosten von 132 Millionen Euro. Das protestantische Gotteshaus gilt als Symbol der Versöhnung und des Friedens.

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