Umstrittener Stadionsprecher des Chemnitzer FC im Einsatz

Chemnitz (dpa) - Bei Fußball-Drittligist Chemnitzer FC wird Stadionsprecher Olaf Kadner ab sofort wieder im Einsatz sein. Wie der Verein am Freitag mitteilte, kehrt der Moderator bereits zum Ostduell am Samstag (14 Uhr) mit dem FC Carl Zeiss Jena an das Mikrofon zurück. Kadner hatte vor dem Regionalliga-Heimspiel des CFC am 9. März gegen die VSG Altglienicke vor der Südtribüne die Trauerrede für einen verstorbenen Rechtsextremen verlesen. Daraufhin hatte sich der Club von ihm und weiteren Mitarbeitern getrennt.

Kadner hatte später in einer Stellungnahme beteuert, dass ihm der Text vom Veranstaltungsleiter so vorgefertigt übermittelt wurde. «Wie auch in den letzten 22 Jahren hat sich der Stadionsprecher darauf verlassen, dass der am 09.03.2019 vorzutragende Text auch diesmal von den Verantwortlichen nach bestem Wissen und Gewissen verfasst wurde. Dieses Vertrauen des Stadionsprechers wurde missbraucht. Der Veranstaltungsleiter wies bei der Übermittlung darauf hin: «Dieser oder kein Text wird es. Ist auch mit behördlichen Instanzen abgesprochen»», hieß es in der Erklärung Kadners.

«Olaf Kadner war über 20 Jahre die Stimme des Chemnitzer FC. In vielen Gesprächen mit unseren Fans habe ich herausgehört, wie wichtig ihnen diese Stimme ist», sagte CFC-Geschäftsführer Uwe Hildebrand in einer Pressemitteilung. Kadner werde die Aufgaben des Stadionsprechers zukünftig gemeinsam mit den Radio-Moderatoren Karsten Kolliski und Eric Bader wahrnehmen. Pro Spieltag sollen jeweils zwei Sprecher bei den Heimspielen des CFC im Einsatz sein.

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