Umweltverbände: Ende des Kahlschlages an Flüssen und Bächen

Leipzig (dpa/sn) - Umweltschützer haben einen Kahlschlag an Flüssen und Bächen in Sachsen beklagt und ein Ende dieser Praxis verlangt. Ziel der Gewässerunterhaltung sei es bisher gewesen, einen einfachen und schnellen Wasserabfluss zu erreichen, teilten der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Montag mit. Mit dieser einseitigen Ausrichtung würden Gewässer und ihre Auen jedoch ökologisch degradiert und oftmals auch der Hochwasserabfluss lediglich beschleunigt. Das bringe für Städte und Dörfer flussabwärts ein größeres Risiko mit sich.

«Vor allem die Lebensräume der großen Flüsse wie Elbe und Mulde weisen eine negative Entwicklung auf. Gerade bei Flüssen und ihren Auen ist der Abwärtstrend sichtbar: Immer weniger Flüsse mit Schlammbänken sind zu finden, Hartholzauwälder und wertvolle Auwiesen sind selten geworden, und den Erlen-Eschen- und Weichholzauwäldern geht es schon lange schlecht», erklärte der sächsische Nabu-Chef Bernd Heinitz. Die Zeit sei überreif für eine naturnahe Gewässerunterhaltung, betonte auch der Vorsitzende des BUND in Sachsen, Felix Ekardt.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.