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Der Landesverband des BUND in Sachsen sieht Forschungsvorhaben zur kommerziellen Nutzung von Kernfusion kritisch. Sachsen und fünf weitere Bundesländer haben jüngst eine Allianz zur Kernforschung gegründet. (Archivbild)
Der Landesverband des BUND in Sachsen sieht Forschungsvorhaben zur kommerziellen Nutzung von Kernfusion kritisch. Sachsen und fünf weitere Bundesländer haben jüngst eine Allianz zur Kernforschung gegründet. (Archivbild) Bild: Malin Wunderlich/dpa
Sachsen
Umweltverband fordert Stopp von Kernfusionsförderung

Sachsen investiert gemeinsam mit anderen Bundesländern in die Kernfusionsforschung, doch ein Umweltverband spricht von Geldverschwendung.

Dresden.

Pläne zur Erforschung der Kernfusion zur kommerziellen Nutzung stoßen beim BUND Sachsen auf Ablehnung. Auch bei einem Fusionsreaktor falle radioaktives Material an, teilte die Umweltschutzorganisation mit. "Sachsen investiert mit Millionenbeträgen in eine Technologie, die weit in der Zukunft liegt, während beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz noch immer Rückstand besteht", kritisierte der Vorsitzende des Landesverbands, Felix Ekardt. 

Der BUND ist überzeugt, dass die Kernfusion für die künftige Energieversorgung und den Klimaschutz nicht gebraucht werde und fordert daher den Stopp der Förderung der Kernfusion. 

Allianz Ende Oktober gegründet

Hintergrund ist, dass Sachsen gemeinsam mit fünf weiteren Bundesländern eine Allianz zur Erforschung der Kernfusion gegründet hat. Damit wollen der Freistaat sowie Hamburg, Hessen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern erreichen, dass das erste kommerzielle Fusionskraftwerk der Welt in Deutschland entsteht. Das Argument hinter der Gründung ist, dass Kernfusion eine sichere, saubere und von Rohstoffimporten weitgehend unabhängige Energiequelle werden könne.

Bei der Kernfusion werden kleine Atomkerne bei extremen Temperaturen verschmolzen, also fusioniert - im Gegensatz zur Atomspaltung in herkömmlichen Atomkraftwerken. Weltweit wird daran geforscht, wie das Verfahren zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Doch der Weg bis zum Betrieb richtiger Fusionskraftwerke gilt als noch sehr weit.

Die "Fusionsallianz" soll etwa Programme zur Ausbildung von Nachwuchskräften in Wissenschaft, Ingenieurswesen und Technik und die gemeinsame Nutzung bestehender Forschungsinfrastrukturen beinhalten. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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