Unentdeckte Orte: Verborgenes entdecken

Auch in diesem Jahr lädt die "Freie Presse" wieder alle Neugierigen zu der nun schon traditionellen Entdeckertour ein. Einen Gesamtüberblick erhalten Sie auf dieser Seite, ab nächster Woche stellen wir die Objekte einzeln vor.

Das Tor zur Freiheit in Chemnitz

10. August: Ein besonderes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte wurde über Jahrzehnte im Gefängnis auf dem Chemnitzer Kaßberg geschrieben. Bis Ende der 1980er-Jahre war die Haftanstalt Drehscheibe für den Freikauf politischer Häftlinge aus der gesamten DDR durch die Bundesrepublik. Als Justizvollzugsanstalt hat der gut 140 Jahre alte Komplex bereits seit 2010 ausgedient, doch vieles dort blieb originalgetreu erhalten. Bevor auf dem Gelände eine neue Wohnanlage entsteht und einer der Zellentrakte zu einem Lern- und Gedenkort umgestaltet wird, bietet sich nun letztmalig die Gelegenheit zur Besichtigung.


Die Burg in den Bergen

25. August: Schloss Rauenstein nahe dem erzgebirgischen Lengefeld, errichtet im 13. Jahrhundert, befand sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Nachfahren des Dichters Johann-Gottfried Herder. 1945 wurde die Familie enteignet, das Schloss ging in Volkseigentum über und wurde später als Kinderheim genutzt. 1999 kaufte es der Ur-Ur-Urenkel des Dichters zurück; seitdem ist Carl-Wilhelm von Herder Schlossherr. Nach eigenen Angaben hat der 93-Jährige Millionen in Erhalt und Erneuerung des Anwesens gesteckt.


Das Schloss in Neumark

1. September: Die Familie von Römer küsst schon einige Jahre. Sie muss noch länger küssen, bis Schloss und Gut Neumark ganz aus dem Dornröschenschlaf erwacht sind. Nachdem die von Römers 1945 vertrieben worden waren, kauften sie Anfang der 1990er-Jahre den alten Familiensitz zurück und richten ihn Stück für Stück wieder her. Mittlerweile gibt es einen gut sortierten Hofladen. Bei der Sanierung des ehemaligen Kuhstalls wurden historische Baustoffe mit modernen Elementen kombiniert und so ein spannender Veranstaltungsraum geschaffen. Aber es gibt noch viel zu tun. Das macht aber den Charme aus.


Die Kunze-Mühle in Kuhschnappel

21. September: "Wir hätten uns auch einen Porsche kaufen können. Aber der wäre in ein paar Jahren kaputt", hat Wolfgang Vogel einmal in einem Interview gesagt. Stattdessen legten sich seine Frau und er vor 14 Jahren eine Mühle zu und sanierten sie. Die Rede ist von der sogenannten Kunze-Mühle in Kuhschnappel, einem Ortsteil von St. Egidien im Zwickauer Land. Das kulturhistorisch wertvolle Gebäude wurde im Jahre 1707 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Familie Vogel ist der 16. Besitzer der Mühle, die sie bis 2010 sanierten.


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