Unternehmen schließen sich zum Kauf von Stadtbahnen zusammen

Karlsruhe (dpa) - Fünf Verkehrsunternehmen aus Baden-Württemberg, dem Saarland und Sachsen wollen gemeinsam einen Großauftrag für rund 240 Stadtbahnfahrzeuge ausschreiben. Damit könnten die Verkehrsgesellschaften etwa eine Million Euro pro Zug sparen, wie die Beteiligten am Montag in Karlsruhe mitteilten. Federführend ist die Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG), die gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) die meisten Züge abnimmt, etwa 150 Stück. Weitere Partner sind die Saarbahn Netz AG, die Erms-Neckar-Bahn AG und der Verkehrsverbund Mittelsachsen.

«Nach der Sommerpause wollen wir europaweit ausschreiben», teilte der AVG- und VBK-Geschäftsführer Ascan Egerer mit. «Eine solche Kooperation im Bahnbereich gab es noch nie.» Bei den Tram-Trains genannten Stadtbahnen geht es um Züge, die sowohl im Straßenbahnnetz als auch im Eisenbahnnetz fahren können. Die niedrigeren Stückkosten ergeben sich, weil die Einmalkosten für die Entwicklung und Zulassung des Standardfahrzeugs auf eine hohe Stückzahl verteilt werden können. Von einem Basisfahrzeug leiten sich die Varianten für die Projektpartner ab.

Die ersten Züge sollen 2015 einsatzbereit sein. Zu den geplanten Gesamtkosten machten die Beteiligten keine Angaben.

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