Verbände und Medien fordern Sicherheit für Journalisten

Dresden (dpa/sn) - Nach den tätlichen Angriffen und Bedrohungen von Journalisten bei Demonstrationen der fremdenfeindlichen Pegida- Bewegung haben Verbände und Medien mehr Sicherheit für die Kollegen eingefordert. In einem gemeinsamen Schreiben protestierten am Montag der Mitteldeutsche Rundfunk, der Zeitungsverlegerverband und die DJV-Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Deutscher Journalisten-Verband) gegen die Ausweitung der Hetze und Gewalt, die bei den Pegida- und Legida-Aufmärschen in Dresden und Leipzig besonders augenfällig ist.

«Die Aufputschung von teilweise tausenden Anhängern der Bewegungen mit den Rufen 'Lügenpresse' ist nicht nur für alle Medienvertreter unerträglich. Sie beschädigt die Demokratie, schafft eine Stimmung der Verunsicherung in der Bevölkerung und provoziert Handlungen bis hin zum Einsatz von Gewalt», hieß es. Diesem Spuk sei entschieden entgegenzutreten. Die Medien seien trotz permanenter Verbalangriffe durch Demonstranten stets um sachliche und objektive Berichterstattung bemüht. Die andauernden «Lügenpresse»-Rufe sorgten jedoch für eine Vergiftung des Klimas, die nicht mehr hinnehmbar sei. Man erwarte von den Innenministerien und der Polizei, dass sie Angriffe auf Journalisten unterbinden.

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1Kommentare
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  • 5
    4
    MarcoII
    05.10.2015

    Mag L.B. auch ein Denker von zweifelhaftem Niveau sein, als Demagoge scheint er auf den ersten Blick geboren. Es bleibt die Frage, warum er nur in Dresden fesseln kann - und ob dies letztlich wirklich so ist.
    Ich wüsste gern, wer den Montagstourismus gen Dresden organisiert, vor allem aus der Schweiz und aus Österreich (die Autokennzeichen in der Stadt sprechen für sich). Zudem würde mich interessieren, warum jemand, gegen den wegen seiner Äußerungen strafrechtlich ermittelt wird, weiterhin seine kruden Thesen öffentlich bekanntgeben darf.
    Wer sich von L.B. ausreichend motiviert fühlt auf Unbeteiligte loszugehen sollte mal darüber nachdenken wo er sich hier befindet.



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