Verband fordert schnelle Lösung der Pflege-Probleme

Leipzig (dpa/sn) - Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) verlangt von der sächsischen Regierung Unterstützung für die Pflege. «Wir haben in der Pflege keine Zeit mehr zu verlieren», sagte der sächsische bpa-Vorsitzende Matthias Faensen am Mittwoch in Leipzig. Angesichts des Bedarfs an Zehntausenden zusätzlichen Pflegeheimplätzen und des gravierenden Fachkräftemangels müsse man sich unter anderem rasch für Personal aus Nicht-EU-Staaten und höhere Vergütungen einsetzen. Es gehe darum, schnellstens konkrete Maßnahmen umzusetzen, statt «langwierige Austauschrunden abzuhalten», sagte er mit Blick auf die «Pflegedialoge» des sächsischen Sozialministeriums.

Die Bitte des Bundesverbandes an Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU), sich in die mühsamen Verhandlungen über höhere Preise für Pflegeleistungen zwischen den Pflegeanbietern und den Kostenträgern einzuschalten, sei unbeantwortet geblieben. «Ohne höhere Preise können wir die von allen Seiten geforderten höheren Gehälter für Pflegekräfte nicht zahlen; das kann jeder nachvollziehen. Hier sind wir auf politische Unterstützung angewiesen», betonte Faensen.

Der bpa ist nach eigenen Angaben mit mehr als 10 000 Mitgliedern - davon mehr als 650 in Sachsen - die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. In dem Verband sind Einrichtungen der ambulanten und teilstationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft organisiert.

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