Verkehrsverbund will Ex-Städtebahn-Netz an DB-Regio vergeben

Dresden (dpa/sn) - Nach der Insolvenz der Städtebahn will der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) die Strecken an die DB Regio vergeben. Die Verbandsversammlung habe die Vergabe für den Zeitraum Dezember 2021 bis Ende 2031 beschlossen, teilte die VVO am Mittwoch mit. Es geht um die Verbindungen von Dresden nach Kamenz und Königsbrück sowie von Heidenau nach Altenberg und von Pirna nach Sebnitz. Der Zuschlag kann erst nach Ablauf der Wartefrist erteilt werden und sofern unterlegene Bieter keinen Antrag auf Einleitung eines Nachprüfverfahrens stellen.

Die Städtebahn hatte voriges Jahr überraschend den Betrieb eingestellt und Insolvenz angemeldet. Nach einer Notvergabe fährt derzeit die Mitteldeutsche Regiobahn auf den Dieselstrecken.

«Besonders freut uns, dass wir die geplante Taktverdichtung nach Kamenz umsetzen können, da der Freistaat dem Verbund die benötigten zusätzlichen Mittel zur Verfügung stellt», sagte der Bautzner Landrat Michael Harig, zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes. Zukünftig fahren die Züge montags bis freitags zwischen 4.30 Uhr und 8.30 Uhr sowie zwischen 14.00 Uhr und 18.30 Uhr statt stündlich alle 30 Minuten. Damit umfasst das Netz den Angaben zufolge in Zukunft ein jährliches Volumen von rund 2,06 Millionen Zugkilometern.

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